Archiv: Screenshot der Seti@home-Software | Copyright: SETI BOINC Development TeamHigley/ USA - Die Suche nach außerirdischen Signalen ist einem IT-Verwalter im US-Bundesstaat Arizona zum Verhängnis geworden. Nachdem Brad Niesluchowski auf unzähligen von ihm bereuten Computern des "Higley Unified School District" die Software "Seti@home" installierte, fortan sämtliche Rechner des Schulverbandes zur automatisierten Analyse von Radiosignalen aus dem All verwendete und dabei beträchtliche Kosten verursacht hat, wurde ihm fristlos gekündigt und ein Verfahren eingeleitet. Neben seiner Suche nach Aliens hatte Niesluchowski allerdings auch Computer entwendet und pornografische Inhalte heruntergeladen.
Wie "The Arizona Republic" berichtet, hatte Niesluchowski bereits im vergangenen Oktober seinen Dienst gekündigt, nachdem man ihm auf die Schliche gekommen war und erste polizeiliche Untersuchungen durchgeführt worden waren.
Mit dem Computerprogramm "Seti@home", das von der Universität Berkeley zum kostenfreien Download zur Verfügung gestellt wird, können ungenutzte Rechenkapazitäten von Privatcomputern zur Analyse von Datenpaketen mit Radiosignalen aus dem All zur Suche nach künstlichen Signalen genutzt werden.
Durch die illegale Nutzung der Schulcomputer entstanden laut Angaben des Schulverbandes zwischen 1,2 und 1,6 Millionen US-Dollar Schaden. Bei einer Hausdurchsuchung stellten die Polizeibeamten zudem 18 Computer und andere Endgeräte sicher, die der Technikverwalter von der Behörde entwendet hatte. Hinzu sei der mittlerweile Angeklagte seinen eigentlichen Aufgaben kaum nachgekommen, habe es etwa versäumt, Firewalls einzurichten, Geräte zu warten und Mitarbeiter einzuweisen.
Laut den Statistiken von "Seti@home" trat Niesluchowski dem Projekt bereits im Februar 2000 unter dem Mitgliedsnamen NEZ bei - einen Monat nachdem er von der Schulbehörde angestellt worden war. In der Fan- und Mitgliedergemeinde von SETi@home hatte es Niesluchowski durch die von "seinen" Rechnern zur Verfügung gestellte Rechenzeit schon zu Kultstatus gebracht und mehr als 575 Millionen sogenannter "Credits" errechnet.
Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / azcentral.com
Bücher zum Thema:Bücher zum Thema:
- - -
- - -
