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Montag, 9. Juli 2007

VIRUS GEGEN KREBS GEZÜCHTET

Exemplar des Virus simplex | Copyright: NASA/Public Domain

Lugano/ Schweiz – Auf der Konferenz der „Europäischen Gesellschaft für Medizinischen Onkologie (ESMO)“ haben Wissenschaftler erste Ergebnisse einer viel versprechenden Studie veröffentlicht: Ein speziell manipuliertes Herpresvirus zerstört lediglich Krebszellen und weckt Hoffnungen im Kampf gegen die tödliche Krankheit.

Bei dem Virus mit dem Namen NV1020 handelt es sich um eine Variante des Herpes simplex Virus und vermehrt sich lediglich in den Tumorzellen, wodurch es diese gleichzeitig abtötet. Normale, gesunde Zellen werden von dem Virus nicht attackiert.

Das Team um Dr. Alex Mescheder von der Münchner Forma „MediGene“ hofft mit dieser Eigenschaft Krebs erfolgreich und ohne die bisherigen Nebenwirkungen bekämpfen zu können.

Mescheder präsentiert den anschaulichen Fall, eines Patienten, dessen Leber an zehn unterschiedlichen Orten von Krebs befallen war. In seiner Lunge fanden sich vier Krebsherde. Er bekam viermal wöchentlich direkte Infusionen, gefolgt von zwei Chemotherapien.
Sechs Monate später zeigten die Scans, dass der Krebs in der Lunge nahezu verschwunden und die Leber wieder deutlich abgeschwollen war. Der Paitent starb jedoch 12 Monate nach der Behandlung.

Derzeit wird die neue Methode an Patienten mit Darmkrebs getestet, die bisher nicht auf die Behandlung mit Chemotherapie angesprochen haben und bei denen der Krebs bereits auf die Lunge übergegangen ist. Schon jetzt zeigen sich die Ärzte und Forscher sehr hoffnungsvoll über den biosherigen Verlauf der Tests.

Quelle: esmo.org
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