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Montag, 3. Dezember 2007

UN-Klimakonferenz: Auch Merkel warnt vor zögerlichen Entscheidungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel | Copyright: REGIERUNGonline/Steins

Berlin/ Deutschland – Nachdem zuvor bereits über 150 Vertreter von Weltkonzernen gemeinsam mit Prinz Charles in einem Commmuniquè bindende Entschlüsse gefordert haben und selbst die USA zum konkreten handeln bis 2009 entschlossen zu sein scheint (wir berichteten), hat jetzt auch Bundeskanzlerin Merkel klare Vorgaben an die morgen beginnende Klimakonferenz auf Bali formuliert.

In ihrer Videoansprache auf „Bundeskanzlerin.de“ forderte Merkel schnelles Handeln, das die Zeit dränge. Wie bereist die amerikanische Delegationsführerin forderte auch sie „bis Ende 2009 ein Nachfolgeabkommen für Kyoto“ auszuhandeln. Die EU und die G8-Staaten sieht die Kanzlerin jetzt in der Pflicht, die bereits im Kyoto-Protokoll besiegelten Versprechen wider dem Klimawandel einzulösen und berief sich dabei auch auf die auf dem G8-Gipfel in Heligendammm getroffenen Beschlüsse, mehr für den Klimaschuts zu tun.

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Angela Merkel schließt sich dabei den Forderungen des internationalen Klimarates an, die CO2-Emissionen bis Mitte des Jahrhunderts mindestens zu halbieren. Dies bedeutet jedoch, alleine in den heutigen Industrienationen eine Reduktion um 80 Prozent bis 2050.

Der „Spiegel“ zitiert den Klima-Berater der Kanzlerin Schnellhuber jedoch mit gedämpften Hoffnungen: In Bali werde wahrscheinlich nur über weitere Verhandlungen entschieden. Ein positives Signal könnte jedoch im Ziel einer Reduktion der Emissionen bis 2020 um zwischen 25 und 40 Prozent liegen. Beim nächsten Klimagipfel 2009 in Kopenhagen könnte dann konkret darüber entschieden werden

Merkel will in Bali Deutschland als Vorbild präsentieren, hierzu solle noch am Mittwochen „ein ganzes Bündel von Maßnahmen beschließen", um zu zeigen, "was Deutschland für den Klimaschutz tut". Bis 2020 will sie in Deutschland die CO2-Emissionen um 40 Prozent senken und unter anderem „den Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien bis 2020 auf 25 bis 30 Prozent erhöhen, den der Wärmeversorgung auf 14 Prozent".

HIER finden Sie die aktuelle Videoansprache der Bundeskanzlerin als Podcast


Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / bundeskanzlerin.de / spiegel.de

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