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Montag, 3. Dezember 2007

Kakerlaken als Futter-Zombies

Die Juwelwespe injiziert ihr Nervengift in eine Kakerlake | Quelle: newscientist.com

Be'er Sheva / Israel – Israelische Wissenschaftler haben herausgefunden, mit welchem Nervengift polynesische Juwelwespen Kakerlaken regelrecht zu Futter-Zombies für den eigenen Nachwuchs werden lassen.

Wie das Team um Frederic Libersat von der „Ben-Gurion University of the Negev“ in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Journal of Experimental Biology“ ausführlich beschriebt unterscheidet sich die sich parasitär Fortpflanzende Juwelwespe in der Art und Weise wie sie ihre Opfer lähmt, von anderen parasitären Wespenarten. Normalerweise sorgt das injizierte Gift, dafür, dass die Opfer vollständig gelähmt werden. Die Juwelwespe sticht ihr Gift jedoch gezielt in Hirn der Kakerlaken. Das Serum sorgt dafür, dass das Opfer jedoch weiterhin lebendig aber willenlos bleibt und sie es so in ihr Gelege transportieren kann. Hier legt die Wespe ihr Ei direkt neben den willenlosen lebenden Gefangenen. Die schlüpfende Larve dringt dann direkt in den Magen der Kakerlake ein und ernährt sich von dieser, in dem sie sie von innen heraus bei lebendigem Leib langsam auffrist.


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Den Biologen gelang es nun, eine synthetische Form des Neurotrasnmitters Octopamin einer von einer Juwelwespe gestochenen Kakerlake zu injizieren, somit die Wirkung des Nervengiftes aufzuheben und die Kakerlake wieder Bewegungsfähig zu machen. Umgekehrt gelang es den Wissenschaftlern durch Blockierung des Wirkstoffes, die Insekten willenlos werden zu lassen.

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Auf den Menschen könne diese Methode jedoch nicht übertragen werden, da unser Gehirn sehr viel komplexer arbeitet, wie das einer Kakerlake. Da jedoch geringe Mengen von Octopamin auch im menschlichen Körper vorkommen und Bewegungsabläufe der Beine beeinflusst. Für die Forscher wäre es also interessant zu sehen, was eine gezielte Zugabe des Gegengiftes bewirkt, erklärt der Neurowissenschaftler Hans-Joachim Pflüger von der Freien Universität Berlin gegenüber dem „New Scientist“.

Quellen: jeb.biologists.org / grenzwissenschaft-aktuell.de / newscientist.com / youtube.com
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