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Dienstag, 8. Januar 2008

Kurioses Naturphänomen: Ringe aus Schnee

Schnee-Ringe im North-Cascades-Nationalpark, entdeckt im März 2007 | Copyright: Mike Stanford

Washington Pass/ USA - Auf den ersten Blick sehen sie aus, wie künstlich erschaffene Schneeskulpturen – tatsächlich handelt es sich aber um seltene Naturphänomene: Ringe aus Schnee.

Zuletzt, so berichtet „Kornkreise-Forschung.de“, wurden Varianten dieses Phänomens Mitte März 2007 am Washington Pass im North-Cascades-Nationalpark im Norden des US-Bundesstaates Washington zwischen Amerika und Kanada vom Lawinenexperten Mike Stanford vom „Washington State Department of Transport“ entdeckt.

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Für gewöhnlich sind die Schneewalzen als „Snow Rollers“ bekannt und sehen aus, wie Tonnen aus Schnee. Auch die Art und Weise ihrer Entstehung kann sich jeder ableiten, der schon einmal selbst einen Schneemann gebaut hat. Die größten bislang dokumentierten „Snow Rollers“ hatten Durchmesser von bis zu 60 Zentimeter mit Löchern von rund 16 Zentimetern.

Doch wie entstehen die kreisrunden Löcher in den normalerweise ebenfalls kreisrunden, jedoch soliden Walzen?


Detailansicht der Schnee-Ringe im North-Cascades-Nationalpark | Copyright: Mike Stanford

Oft, so Stanford, beginne der Prozess mit Schneeklumpen, die von Baumwipfeln und oder Felsüberhängen rollen und auf diesem Weg nach dem Schneeballprinzip weitere Schneemengen aufrollen. Unter ganz bestimmten Umständen führen dann die zentrifugalen Kräfte dazu, dass sich der Kern nicht wie gewöhnlich mehr und mehr verdichtet, sondern sich das markante Loch bildet.

Weitere Fotos der Schnee-Ringe finden Sie HIER

Laut Stephen Davenport von der englischen „Meteo Group“ zeigten Untersuchungen an „Snow Rollern“ in Illinois durch den „National Weather Service“, dass die auch als „Schnee Doughnuts“ bezeichneten Walzen auch durch starke Winde im Flachland entstehen können. Dieser Vorgang treibt die Schneewalzen so lange übers Land, bis diese zu schwer werden, um vom Wind bewegt werden können.

Davenport verweist in seinem Artikel zudem darauf, dass auch diese Phänomene auch nicht neu sind. Schon der legendäre Polarforscher Roald Amundsen beschrieb sie während seiner Expedition zum Südpol im Jahre 1911.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / kornkreise-forschung.de

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