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Dienstag, 8. Januar 2008

Vor 60 Jahren: US Air Guard Pilot stirbt bei UFO-Verfolgung

Captain Thomas F. Mantell | Copyright/Quelle: kynghistory.ky.gov

Fort Knox/ USA – Gestern jährte sich einer der meist diskutierten UFO-Vorfälle zum 60 Mail: Am 7. Januar 1948 verfolgte der US Air Guard Pilot Captain Thomas F. Mantell ein angebliches UFO, stürzte dabei mit seiner Maschine ab und kam dabei zu Tode. Seither diskutieren Befürworter und Skeptiker des UFO-Phänomens über die wirklichen Hintergründe des Ereignisses.

Am 7. Januar 1948 erhielt das Flugfeld der Kentucky Air National Guard in Fort Knox im US-Bundesstaat Kentucky eine Meldung der Kentucky State Highway Patrol über ein merkwürdiges Flugobjekt nahe Maysville. Das Objekt sei kreisrund, etwa 100 Meter groß und wurde von verschiedenen Orten aus zugleich beobachtet. Gegen 13:45 wurde das Objekt dann auch vom Fort Knox Flugtower und Militärangehörigen selbst gesehen. Der Commander der Base, Colonel Guy Hix, beschrieb das Objekt später als „sehr weiß und von der halben Größe des Mondes (...) durch das Fernglas beobachtet schien es, als habe es einen roten Rand am unteren Ende (...) Es bliebt für anderthalb Stunden stationär an Ort und Stelle.“

Zu dieser Zeit waren vier Maschinen vom Typ P-51 Mustang bereits in der Luft – eine davon gelenkt von Captain Mantell (25) – und diese wurde beauftragt, das Objekt zu erkunden. Mantell selbst galt als erfahrener Weltkriegspilot mit über 2.167 Flugstunden. Dennoch gibt es Kritiker, die vermuten, dass er im Umgang mit der P-15 Mustang selbst noch relativ unerfahren gewesen sei.

Während eine der Maschinen aufgrund eines leeren Tanks die Suche abbrach, gab es zwischen den Piloten der beiden anderen Maschinen und Mantell offenbar Uneinigkeiten darüber, wie das Objekt anzufliegen sei. Die beiden Piloten beschrieben das Objekt später als derart klein und unscheinbar, dass sie es nicht identifizieren konnten. Aufgrund späterer Untersuchungen des Vorfalls durch die Air Force („Sign“ s. unten), soll es unter den Piloten auch zu Diskussionen über die weitere Vorgehensweise gekommen sein und Mantell habe Vorschläge ignoriert, das Objekt auf einer niedrigeren Höhe zu erkunden.

Bei der weiteren Verfolgung stieg Mantell auf über 6800 Meter – obwohl er über keine der bei dieser Höhe notwendigen Sauerstoffmasken verfügte. Auf rund 7600 Metern Höhe sei Mantell dann auch bewusstlos geworden, seine Maschine begann zu trudeln und schlug kurze Zeit später, um 15:18 Uhr, südlich von Franklin zwischen Tennessee und Kentucky auf.

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Rund um den Vorfall bildeten sich schnell zahlreiche Gerüchte und Theorien. Es war die Rede davon, dass Mantell von dem UFO abgeschossen worden sein soll, die Air Force die Beweise verschwinden ließ bis dahin, dass Mantells Leiche merkwürdige Löcher aufgewiesen habe, die einige Beobachter den vermeintlich außerirdischen UFO-Insassen zuschrieben. Konkrete Beweise für diese Behauptungen liegen bis heute nicht vor.

Nicht weniger merkwürdig klingen jedoch auch die Erklärungen der UFO-Skeptiker für das dem Absturz zugrunde liegende Ereignis. So wurde der ganze Vorfall unmittelbar nach dem Absturz vom offiziellen Air Force-Projekt „Sign“ untersucht, das sich mit UFO-Sichtungen beschäftigte. „Sign“ schlussfolgerte, dass Mantell in einer regelrechten UFO-Hysterie den Planeten Venus verwechselt habe und bei dem Versuch dieses „UFO“ zu erreichen, aufgrund der erreichten Flughöhe das Bewusstsein und so die Kontrolle über die Maschine verloren habe. Später schlossen Astronomen des Sign-Projekts diese Erklärung jedoch aus, woraufhin die Venus-Theorie fallengelassen wurde und der Vorfall offiziell als nicht vollständig geklärt geschlossen wurde.

Ein Skyhook-Ballon nach dem Start 1957 | Copyright: US-Navy / Public Domain

Der UFO-Forscher Dr. J Allen Hynek, der später auch „Sign“ beriet, schlug vor, dass die Zeugen den Start eines geheimen, metallischen rund 30 Meter durchmessenden Navy-Wetterballons vom Typ Skyhook verwechselt haben. Da dieses Projekt geheim war, kann tatsächlich davon ausgegangen werden, dass die beteiligten Zeugen von seiner Existenz nichts wussten. Die einzigen Skyhooks-Starts am 7. Januar 1948 fanden allerdings im rund 250 Kilometer entfernten Clinton County, im Bundesstaat Ohio.

Während Skeptiker denn Fall als geklärt ad acta gelegt haben, bleiben für einige UFO-Forscher auch nach 60 Jahren offenen Fragen. Ist es möglich, dass mehrere erfahrene Militärbeobachter einen relativ normalen – wenn auch geheimen – Wetterballon derart fehlinterpretierten, dass diese Beobachtungen zum tragischen Tod eines Piloten führten. Auch sehen einige Beobachter gerade in der voreiligen Venus-Erklärung einen Hinweis auf eine Verschleierungstaktik der Air Force.

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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