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Dienstag, 28. Oktober 2008

Epsilon Eridani: Erdähnliche Planeten um Spocks Heimatstern möglich

Künstlerische Interpretation des Planetensystems um Epsilon Eridani | Copyright: NASA/JPL-Caltech

Cambridge/ USA - 10, 5 Lichtjahre von unserer Sonne entfernt, ist der Stern "Epsilon Eridani" nicht nur Astronomen als von der der Sonne nächster Stern, sondern auch "Star Trek"-Fans ein Begriff, gilt der doch als Muttergestirn des (bislang) fiktiven Planeten Vulkan - der Heimatwelt des legendären Mr. Spock. Jetzt vermuten Astronomen, dass Epsilon Eridani tatsächlich auch erdähnliche Felsplaneten besitzen könnte, auf denen dann vielleicht sogar Leben existiert.

Zwar unterstreicht das Team um Massimo Marengo vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CfA), dass bislang noch kein entsprechender Planet um den sonnenähnlichen Stern im Sternbild Eridanus entdeckt werden konnte, doch verfügt er über zwei (statt einen) Asteroidengürtel, einen Kometengürtel, der mit dem Kuipergürtel unseres Sonnensystems vergleichbar ist und mindestens einen jupiterähnlichen Gasriesen (Epsilon Eridani b), der seinen Stern auf einer sehr ähnlichen Umlaufbahn umkreist wie Jupiter unsere Sonne. Etwa 850 Millionen Jahre jünger als unsere Sonne, erscheint das System Epsilon Eridani somit fast wie eine Art jüngerer Zwilling unseres Sonnensystems.

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Sollten sich die Ähnlichkeiten der beiden System fortsetzten, wären auch kleinere Felsplaneten wie bei uns Merkur, Venus, Erde und Mars zu erwarten. Mit dem Spitzer-Weltraumteleskop der NASA konnten nun neue Daten gewonnen werden, die zumindest zwei weitere vorhandene Gasriesen nahelegen.

Grafischer Vergleich zwischen den bislang bekannten Merkmalen von Epsilon Eridani und unserem Sonnensystem (Klicken Sie auf das Bild, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen, 1,7Mb) | NASA/JPL-Caltech

Da Epsilon Eridani selbst 15 Prozent kleiner und auch schwächer ist als unsere Sonne, dürfte auch die so habitable Zone - jener Bereich um einen Stern, in dem sich Planeten befinden müssen, um auf der Oberfläche flüssiges Wasser und somit die Grundlage für Leben, wie wir es auf der Erde kennen, halten zu können - dichter rund um dem Stern zu finden sein, als im Sonnensystem.

Ob sich in derart vergleichsweise jungen Welten eine im Vergleich zur Erde so sehr weiter entwickelte Form von intelligentem und zugleich spitzohrigen Leben entwickelt haben kann, können auch die NASA-Astronomen derzeit noch nicht sagen...

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Totgeglaubte Exoplaneten könnten doch Leben tragen, 23. Oktober 2008

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Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov
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