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Donnerstag, 23. Oktober 2008

Totgeglaubte Exoplaneten könnten doch Leben tragen

Illustration der habitablen Zone (grün) um das Exo-Planetensystem „55 Cancri“ | Copyright: NASA/JPL-Caltech

Tucson/ USA - Die so genannte habitable Zone ist jener Bereich um einen Stern, in dem sich ein Planet aufhalten muss, damit Wasser dauerhaft in flüssiger Form – und damit die Voraussetzungen für Leben, wie wir es kennen – auf der Oberfläche existieren kann. Eine neue Studie amerikanischer Astronomen glaubt nun, dass diese Lebenszone sich wesentlich weiter ausdehnt, als bislang angenommen.

Planeten die bislang als zu kalt für die Entwicklung von Leben galten, könnten durch die Gravitationskräfte ihres Muttergestirn derart gequetscht werden, dass die lebensnotwendigen Oberflächentemperaturen erreicht werden.

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Anhand eines neuen Computermodells erkannte das Team um Brian Jackson vom "University of Arizona's Lunar and Planetary Laboratory" in Tucson, dass diese Kräfte stark genug sind, den Mittelteil eines Planeten derart auszudehnen, sodass er ansatzweise eher zigarren- als kugelförmig wird. Wenn ein solcher Planet dann eine elliptische Umlaufbahn um seine Sonne hat, wirkt dieser Effekt natürlich deutlich stärker, je näher der Planet seinem Muttergestirn kommt und nimmt wieder zusehends ab, wenn er sich wieder von diesem entfernt.

Je länglicher die Umlaufbahn des Planeten ist um so stärker ist auch die Auswirkung dieser so genannten Gezeitenkräfte und es kann passieren, dass sie das Innere des Planeten erhitzen. Dies könnte dann auch zu einer Verlagerung der habitablen Zone führen, wenn Planeten am inneren Rand zu heiß für Leben werden und jene am äußeren Rand genau die richtigen Temperaturen entwickeln, obwohl sie nach dem bisherigen Modell eigentlich zu kalt wären. Auch könnten diese Kräfte auf Planeten Vulkanismus hervorrufen, in dessen Folge sich dann auch Plattentektonik einstellen könnte - ein weiterer Vorteil für die Entwicklung von Leben und der Entstehung einer lebensfreundlichen und ausgewogenen Atmosphäre.

Das neue Model könnte auf zahlreiche Exoplaneten zutreffen, da außerhalb unseres Sonnensystems elliptische Umlaufbahnen keine Seltenheit sind. Darüber, warum es in unserem Sonnensystem vornehmlich kreisrunde Umlaufbahnen gibt, sind sich die Wissenschaftler immer noch uneins.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / uanews.org
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