Virtueller Rundflug um Marsmond Phobos
Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)
Dem Team um Gerhard Neukum von der "Freien Universität Berlin" und weiteren Experten des "Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt" gelangen mit der "High Resolution Stereo Camera" (HRSC) und der Kamera SRC (Super Resolution Channel) Aufnahmen von Regionen des Marsmondes, die bislang nur unzureichend karto- und fotografierten worden waren.
Phobos in drei HRSC-Kanälen aufgenommen | Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)
Der innere der beiden verhältnismäßig kleinen Marsmonde hat einen Abstand von 9400 Kilometern zum Zentrum des Roten Planeten. Die europäische Sonde ist derzeit das einzige aktive Raumschiff, das sich wegen seiner stark elliptischen Bahn Phobos nähern und Vorbeiflüge in geringem Abstand durchführen kann. Der letzte Vorbeiflug fand am 23. Juli 2008 im Abstand von 93 Kilometern zur Oberfläche statt.
Aufgrund der Anziehungskraft von Phobos und der Störwirkung auf die Bahn der Raumsonde konnte beim Vorbeiflug sogar die Masse des Mondes neu bestimmt werden: Statt wie bislang bekannt 10,6 beträgt sie demnach etwa 10,7 Billionen Tonnen.
Diese Ergebnisse liefern wichtige Hinweise auf die mögliche chemische Zusammensetzung, den inneren Aufbau und die Herkunft von Phobos. Demnach, so berichtet das DLR in einer Presseerklärung, ist das Innere von Phobos relativ porös. Die spezifische Dichte des Marsmondes ist damit deutlich niedriger als die mittlere Dichte des Marsgesteins. Vergleichbare Dichten sind für einige Asteroiden der der D-Klasse bereits beobachtet worden. Somit bestätigen diese Daten jene Theorie, wonach es sich bei den beiden Marsmonden um eingefangene Astreoiden handeln könnte.
Phobos - Globales Bildmosaik | Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)
Im Rahmen der DLR-Arbeiten konnte nun eine gänzlich neue, geometrisch präzise Karte des Marsmondes erstellt. 2009 soll dann die russische Mission "Phobos Grunt" (Phobos-Boden) Bodenproben auf der dem Planeten abgewandten Seite entnehmen und zurück zur Erde zu bringen und dann von den Daten der neuen Karten profitieren. Der nächste Phobos-Vorbeiflug der ESA-Raumsonde "Mars Express" findet schon am 4. November 2008 geplant.
Quellen: grenzwisnschaft-aktuell.de / dlr.de / esa.int
Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)
Berlin/ Deutschland - Neues vom Marsmond Phobos: Anhand neuer Detailfotos der ESA-Sonde "Mars Express" glauben Astronomen nun zu wissen, dass es sich bei dem Trabanten nicht - wie etwa beim Erdmond - um einen massiven zusammengehörigen Himmelskörper, sondern um eine Ansammlung von Gesteinsschutt handelt.
Dem Team um Gerhard Neukum von der "Freien Universität Berlin" und weiteren Experten des "Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt" gelangen mit der "High Resolution Stereo Camera" (HRSC) und der Kamera SRC (Super Resolution Channel) Aufnahmen von Regionen des Marsmondes, die bislang nur unzureichend karto- und fotografierten worden waren.
Phobos in drei HRSC-Kanälen aufgenommen | Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)Der innere der beiden verhältnismäßig kleinen Marsmonde hat einen Abstand von 9400 Kilometern zum Zentrum des Roten Planeten. Die europäische Sonde ist derzeit das einzige aktive Raumschiff, das sich wegen seiner stark elliptischen Bahn Phobos nähern und Vorbeiflüge in geringem Abstand durchführen kann. Der letzte Vorbeiflug fand am 23. Juli 2008 im Abstand von 93 Kilometern zur Oberfläche statt.
Aufgrund der Anziehungskraft von Phobos und der Störwirkung auf die Bahn der Raumsonde konnte beim Vorbeiflug sogar die Masse des Mondes neu bestimmt werden: Statt wie bislang bekannt 10,6 beträgt sie demnach etwa 10,7 Billionen Tonnen.
www.grenzwissenschaft-aktuell.de
Diese Ergebnisse liefern wichtige Hinweise auf die mögliche chemische Zusammensetzung, den inneren Aufbau und die Herkunft von Phobos. Demnach, so berichtet das DLR in einer Presseerklärung, ist das Innere von Phobos relativ porös. Die spezifische Dichte des Marsmondes ist damit deutlich niedriger als die mittlere Dichte des Marsgesteins. Vergleichbare Dichten sind für einige Asteroiden der der D-Klasse bereits beobachtet worden. Somit bestätigen diese Daten jene Theorie, wonach es sich bei den beiden Marsmonden um eingefangene Astreoiden handeln könnte.
Phobos - Globales Bildmosaik | Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)Im Rahmen der DLR-Arbeiten konnte nun eine gänzlich neue, geometrisch präzise Karte des Marsmondes erstellt. 2009 soll dann die russische Mission "Phobos Grunt" (Phobos-Boden) Bodenproben auf der dem Planeten abgewandten Seite entnehmen und zurück zur Erde zu bringen und dann von den Daten der neuen Karten profitieren. Der nächste Phobos-Vorbeiflug der ESA-Raumsonde "Mars Express" findet schon am 4. November 2008 geplant.
>>>WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA<<<
Mars Express erstellt bislang schärfstes Bild von Marsmond Phobos, 31. Juli 2008
Mars Express erstellt bislang schärfstes Bild von Marsmond Phobos, 31. Juli 2008
Quellen: grenzwisnschaft-aktuell.de / dlr.de / esa.int
