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Freitag, 19. Dezember 2008

Forscher finden Beweis für lebensfreundliche Gewässer auf dem frühen Mars

Infrarot-Spektralaufnahmen der Mars-Region Nili Fossae. Carbonate werden grün, Olivingestein gelb und eisen-magnesiumhaltige Tonmineralien blau abgebildet.| Copyright: NASA/JPL/JHUAPL/MSSS/Brown University

Pasadena/ USA - Mit der NASA-Sonde Mars Reconnaisance Orbiter (MRO) haben amerikanische Wissenschaftler auf dem Roten Planeten erstmals Carbonatgestein entdeckt, nach dem bereits zuvor intensiv gesucht wurde. Es belegt, dass es zumindest in einigen Regionen des Mars neutrales Oberflächenwasser vorhanden war.

Vor rund 3,6 Milliarden Jahren, gab es also etwa in der Mars-Region Nili Fossae stehende oder fließende Gewässer, in welchen sich Kalk und Kreide ablagern und bis heute überdauern konnten. Zwar konnte die einstige Existenz von Oberflächenwasser schon spätestens durch die Phoenix-Mission der NASA eindeutig nachgewiesen werden, doch ist bislang noch nicht klar, wieviel Wasser damals den Mars bedeckt hatte und was seither damit geschehen war.

Eine bisherige Theorie ging davon aus, dass nach Zeiten mit möglicherweise lebensfreundlichem neutralen Wasser, säure- und stark salzhaltiges Wasser die Oberfläche des Roten Planeten geflutet und damit auch die Entwicklung möglichen Lebens, wie wir es auf der Erde kennen, verhindert habe (...wir berichteten).

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Der Nachweis der Carbonatmineralien zeigt nun jedoch, dass zumindest an einigen Orten kein derart lebensfeindliches Wasser gegeben haben kann, da dieses die nun gefundenen Mineralien aufgelöst hätte. Wahrscheinlich, so schlussfolgern die Forscher um Scott Murchie, Chefwissenschaftler der MRO-Mission von der Johns Hopkins University, gab es auf dem frühen Mars einst verschiedenartige Gewässer unter unterschiedlichen Umweltbedingungen. Je mehr unterschiedliche Faktoren, desto größer auch die Chance, dass in einigen dieser Regionen vor langer Zeit auch Leben entstanden sein könnte. Die Forscher haben ihre Ergebnisse auf dem Herbstreffen der American Geophysical Union (AGU) in San Francisco präsentiert und werden sie in der kommenden Ausgabe des Fachjournals "Science" ausführlich veröffentlichen.

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16. Februar 2008


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