Dienstag, 23. Juni 2009

Neue Kornkreise in England und Italien

Avebury/ England - Die alljährliche Sommersonnenwende läutet zugleich auch die Halbzeit der Hauptphase der sommerlichen Kornkreis-Saison ein. Doch bevor Mitte bis Ende August die Felder wieder abgeerntet werden, rechnen Kornkreisfreunde noch mit zahlreichen weiteren Mustern rund um den Globus. Die aktuellsten Beispiele fanden sich in den Feldern Südenglands und in Italien.

Am Vormittag des 17. Juni 2009 wurde in einem entlang der sogenannten Avebury Stone Avenue (einer Steinallee aus zahlreichen Megalithen, die einst die gigantische Steinkreis- und Wallanlage von Avebury mit dem kleinen Pallisaden-Heiligtum "The Sanctuary" verband) gelegenen Feld nur noch die Reste eines in dieser Nacht entstandenen Kornkreises entdeckt. Offenbar war der Bauer den Forschern zuvor gekommen und hatte das Muster durch den verfrühten Einsatz des Mähdreschers größtenteils zerstört und die ursprüngliche Form unkenntlich gemacht.

Luftbild der zerstörten Formation am 17. Juni 2009 (Tag 1) | Copyright: Monique Scholten-Klinkenbergh

Alleinig sichtbar blieb die Außenform, wahrscheinlich ein abgerundetes Siebeneck und Teile der inneren Struktur, die von vom Zentrum nach außen gewunden verlaufenden, astartigen Pfaden gebildet wurde. "Schon in den Vorjahren", erinnert sich Kornkreisforscher Andreas Müller (kornkreise-forschung.de), "gab es immer wieder Fälle, in welchen der Landwirt neue und teilweise spektakuläre Kornkreise unmittelbar nach deren Entdeckung ausgemäht hatte. Meist hatten wir jedoch das Glück, dass das Muster zuvor noch eingehend, auch aus der Luft, dokumentiert werden konnte. In diesem Fall bleiben leider nur Spekulationen über das ursprüngliche Aussehen."

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Zur Verwunderung aller wurde das am Tag zuvor zerstörte Muster in der darauf folgenden Nacht verändert: Um das ursprüngliche Muster war nun ein wellenförmig verlaufender Rahmen gezogen und die einstige Innenfläche vollständig niedergelegt worden. Zudem ging der Rahmen an einer Seite in einen schwanzartigen Fortsatz über, der dem ganzen Muster nun eine nahezu organische Formensprache verlieh.

Luftbild der Kornkreisformation am Tag 2 | Copyright: Monique Scholten-Klinkenbergh

Diese Verwandlung sollte indes nicht die letzte Veränderung des Kornkreismusters bleiben. Auch am dritten Tag zeigten sich weitere Elemente, die dem Muster hinzugefügt wurden. Diese bestanden nun aus zwei Halbbögen kleiner werdender Kreise zu beiden Seiten des Schwanzfortsatzes die aus einem Außenkreis austraten, der um den "Kopfteil" der zweiten Phase herumgelegt worden war. "Eine ähnliche, für das Phänomen eigentlich eher ungewöhnliche, geometrische Evolution eines Kornkreismusters über drei Tage (und Nächste) hatte es zuvor erst 2004 gegeben und das damalige Muster gilt vielen Beobachtern als Fälschung, wurden die menschlichen Macher doch bei Anlegen der Fortsätze teilweise sogar beobachtet. Vor diesem Hintergrund ist es interessant zu beachten, wie ähnlich sich beide Kornkreise, bzw. die hinzugefügten Elemente sind", kommentiert Müller die Situation.

Luftbild der dritten Phase des Kornkreises an der Avebury Avenue | Copyright: LucyPringle.co.uk

...und zum Vergleich zum Kornkreis bei Milk Hill im Sommer 2004 | Copyright: Oliver Morell, wccsg.com

Am 20. Juni wurde dann am Waden Hill, ebenfalls gegenüber dem Avebury Steinkreis, ein kleines Muster entdeckt von dem bislang nur Bodenaufnahmen existieren. Eine Bildanalyse zeigt jedoch, dass es sich hier um einen nur allzu offensichtlichen Scherz handelt, zeigt das Muster doch die stilisierte Darstellung eines sogenannten "Grey"-Aliens. Auch dieses Muster wurde unmittelbar nach seiner Entdeckung vom Bauern herausgemäht.

Bodenaufnahme, verzerrtes Pseudo-Luftbild und Luftaufnahme der ausgemähten Reste | Copyright: Steve Armor, Annemieke Witteveen

Von deutlich beeindruckender Natur war dann hingegen ein großes Kornkreismuster, dass ebenfalls am 20. Juni 2009 in Cascina Martina in der italienischen Provinz Torino in der Region Piemont entdeckt wurde und die Formensprache eines dortiger Kornkreismuster der Vorjahre fortsetzt. Das beeindruckende Muster hatte einen Durchmesser von annähernd 100 Metern.

Luftbild: Kornkreis nahe Cascina Martina | Copyright: Space Freedom

In der Sonnwennacht, vom 20. auf den 21. Juni 2009, entstanden dann gleich zwei neue Muster. Zum einen eine exotisch anmutende Zusammenstellung unterschiedlicher geometrischer Elemente unmittelbar unterhalb der Kreidefelsfigur des Milk Hill White Horse zu Füßen des Milk Hill nahe Stanton St. Bernard in Wiltshire. Dieses bizarre Muster wurde schon um 4:30 Uhr entdeckt und erfuhr ebenfalls eine Erweiterung. Genauere Informationen über die Umstände und Qualität des Musters am Boden liegen uns derzeit noch nicht vor.

Luftbild: Zwei Phasen des Kornkreises am Milk Hill in Wiltshire | Copyright: Annemieke Witteveen, Jack Turner

Ebenfalls bereits im ersten Tageslicht des 21. Juni gegen 4:30 entdeckt wurde eine große Formation in einem Weizenfeld zwischen den beiden Langgräbern von West East Kennett in Wiltshire. Die Formation zeichnet sich durch eine exakte geometrische Ausführung der Yin-Yang-Variation und einfacher aber sauberer Bodenlagen aus. Weitere Informationen liegen uns auch hierzu zurzeit noch nicht vor.

Luftbild: Yin-Yang-Variation zwischen West und East Kennett | Copyright: Annemieke Witteveen

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / kornkreise-forschung.de / cropcircleconnector.com / LucyPringle.co.uk
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
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