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Freitag, 5. Juni 2009

Weitere Kornkreise in England Deutschland und Italien

Saarbrücken/ Deutschland - Die Kornkreissaison 2009 ist in vollem Gange. Neue Kornkreise wurden in den vergangenen Tagen in England, aber auch in Deutschland und Italien entdeckt.

Grafische Rekonstruktion des Wattenbacher Kornkreises | Copyright: A.Müller, kornkreise-forschung.de

Wie "kornkreise-forschung.de" berichtet, wurde ein bereits am 1. Mai in einem damals noch gelb blühenden Rapsfeld bei Wattenbach in Hessen entdeckter Kornkreis den Forschern erst Anfang Juni gemeldet, weshalb keine aussagekräftige Vorortbegehung der Formation unmittelbar nach der Erstentdeckung stattfinden konnte. Das Muster besteht aus einem Ring, in dessen Innern vier Segmente eine Variation des gerundeten Templer-Kreuzes bilden. Ein auffallend ähnliches Muster fand sich später dann auch im Zentrum einer Kornkreisformation bei Zierenberg (ca. 40 Km entfernt), die dort am 21. Mai entdeckt wurde und bislang fälschlicherweise als erste deutsche Kornkreisformation des Sommers 2009 galt.

Kornkreis bei Wattenbach am 1. Mai 2009 | Copyright: Anonym / Quelle: Florian Bensch, twitter.com/unerreichbar

Grafische Rekonstruktion des ersten italienischen Kornkreises 2009 | Copyright: A.Müller, kornkreise-forschung.de

Am 25. Mai wurde dann in einem Gerstenfeld bei Brugherio in der Lombardei die erste Kornkreisformation dieses Jahres in Italien entdeckt. Die größten Kreise des dreieckig ausgerichteten Musters haben Durchmesser von 16 Metern, die kleineren zu jeweils 10, 6, 4, 3 und 2 Metern. Weitere Informationen über diese Formation liegen uns derzeit noch nicht vor.

Foto aus dem Innern der Formation | Copyright: Andrea De Marinis, planetcircles.com

Auch im englischen Kornkreis-Mutterland, der Gegend um Avebury in Wiltshire, wurden dann in den ersten Junitagen zwei weitere Kornkreismuster entdeckt. Ein rund 100 Meter durchmessendes Muster in dem jeweils sieben sichelförmige Mäandermuster um einen zentralen Kreis angeordnet sind und von einem großen Siebeneck eingeschrieben werden, fand sich am Morgen des 2. Juni am Fuße des Milk Hill bei Stanton St. Bernard. Zwar kann das Muster auf den ersten Blick durch seine Größe und Komplexität beeindrucken - eine Detailanalyse lässt jedoch sowohl was die Qualitäten des Musters am Boden als auch gemäß der geometrischen Ausführung anbetrifft, zumindest bei einigen Forschern Zweifel aufkommen.

Grafische Rekonstruktion der Kornkreisformation am Milk Hill | Copyright: A.Müller, kornkreise-forschung.de

So berichtet der englische Kornkreisforscher Charles Mallett (silentcircle.co.uk) von seiner Begehung der Formation noch am Morgen nach der Entdeckung, dass schon zum damalig frühen Zeitpunkt ein Großteil des niedergelegten Getreides sehr unsauber angeordnet war und schwere Schäden an den Pflanzen aufzeigte. "Auf die Pflanzen wurde sehr viel starker Druck ausgeübt, wie er sich gerade an den Rändern als Beschädigungen abzeichnete", so Mallett. Eigentlich deutliche Hinweise auf mechanischen Druck durch Menschenhand. Auch die Ausführung der geometrischen Idee weist an einigen Stellen deutliche Mängel auf. "Neben den konstruktiven Fehlern, wirkt das Muster - aus rein grafischer Sicht - auch überladen. Alleine die Elemente, die den Sichelsegmenten einen Delfin- oder gar Pinguin-artigen Charakter verleihen, lassen die eigentlich interessante Grundidee schwer und plump erscheinen", urteilt zumindest der deutsche Kornkreisforscher Andreas Müller (kornkreise-forschung.de).

Luftbild: Kornkreis zu Füßen des Milk Hill in Wiltshire | Copyright: LucyPringle.co.uk

Ähnlich fällt sein Urteil auch anhand des zweiten neuen Kornkreises in England aus, der am 3. Juni bei Yatesbury, nahe Avebury entdeckt wurde. "Dieses Muster lässt keine Fragen nach dem dargestellten Motiv offen, über dessen ästhetische Umsetzung man natürlich, wie schon anhand der Formation am Milk Hill, streiten kann. Derartige 'Kornkreisbilder' widersprechen eigentlich der Formensprache und Ästhetik des ursprünglichen Phänomens, das durch seine klare fast schon einfache und doch oft komplexe Geometriesprache beeindruckte. Derartig eindeutige Darstellungen wie die aktuelle Libelle von Yatesbury, sind meiner Meinung nach eher fraglich und wirken sehr viel mehr wie Landschaftskunst (...) Für mich sind das schon fast keine Kornkreise im eigentlichen Sinn mehr. Ich mag mich natürlich irren, dann wären dies zumindest eine gänzlich neue Form des Phänomens, wie wir sie vor 2001 (als ein menschliches Gesicht und eine Antwort auf die irdische Radiobotschaft von Arecibo, 1974, in einem Feld bei Chilbolton dargestellt wurden) nicht kannten. Das eigentliche Phänomen ist weiterhin rätselhaft, weswegen es falsch wäre 'Möglichkeiten' grundsätzlich auszuschließen. Trotz allem Enthusiasmus sollte man aber auch nicht die Tatsache ausblenden, dass mittlerweile auch menschliche Fälscher erstaunliche Gebilde in die Felder bringen können. Diese weisen dann zwar nicht die Detailmerkmale und Entstehungsumstände des 'echten' - also nicht von Menschen mechanisch angelegten - Phänomens auf, können aber alleine auf der darstellenden Ebene hin und wieder durchaus mit dem Original mithalten. Für Landart-Liebhaber mag das interessant sein. Die Forschung versucht sich auf das echte Phänomen zu konzentrieren."

Kornkreis- oder Landart: Korn-Libelle bei Yatesbury in Wiltshire | Copyright: S.Alexander, temporarytemples.co.uk


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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / kornkreise-forschung.de / cropcircleconnector.com / planetcircles.com / temporarytemples.co.uk / silentcircle.co.uk
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