Dienstag, 15. September 2009

Riesenwerkzeug: Oxford-Archäologen finden Riesenfaustkeile in afrikanischem Trockensee

Riesenfaustkeile aus dem Makgadikgadi-Trockensee | Copyright: Oxford University, ox.ac.uk

Oxford/ England - Im schon lange ausgetrockneten Bett des gigantischen Trockensees botswanesischen Makgadikgadi in der Kalahariwüste haben Archäologen der Oxford University tausende steinzeitliche Gegenstände geborgen. Darunter auch Faustkeile, die anhand ihrer Ausmaße buchstäblich als Riesenwerkzeuge bezeichnet werden können.

Die Funde, so die Pressemitteilung der Universität, liefern neue Information über mögliche Migrationsrouten und Jagdpraktiken der frühen Menschen während der mittleren bis späten Steinzeit vor rund 150.000 bis 10.000 Jahren. Hinzu belegen die Ausgrabungen, dass die Region einst abwechselnd deutlich trockener und feuchter war, als bislang angenommen und zeigen, wie die damaligen Menschen mit den hiesigen klimatischen Veränderungen umgegangen sind, wie sie vor Ort während jener Zeit vorherrschten, als Europa im Griff der letzten Eiszeit lag.

Detailaufnahme eines der Riesenfaustkeile | Copyright: Oxford University, ox.ac.uk

Zu den wohl ungewöhnlichsten Funden der Archäologen zählen vier steinerne "Faustkeile" von für derartige Werkzeuge wahrhaft riesigen Ausmaßen. Obwohl diese schon in den 1990er Jahren entdeckt wurden, wurden sie nun erstmals wissenschaftlich beschrieben.

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Das Alter der bis zu 30 Zentimeter großen Faustkeile ist bislang noch unbekannt. Gefunden wurden die "Riesenwerkzeuge" gemeinsam mit tausenden kleinerer Steinzeit-Werkzeuge und Abschlagsplittern in der Mitte des einstigen Sees und nicht etwa an dessen einstigen Ufern. "Dieser Umstand belegt, dass große Seen für die Menschen nicht nur dann attraktiv waren, wenn sie mit Wasser gefüllt waren, sondern auch zu Dürrezeiten, als der Wasserstand deutlich niedriger war und sich beispielsweise wilde Tiere um die verbliebenen Wasseransammlungen scharten", kommentiert Professor David Thomas die Interpretation der Funde.


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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ox.ac.uk
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