Mittwoch, 7. Oktober 2009

Primatenforscher: "Wenn Bigfoot existiert, dann ist es kein Affe"

Patty Patty Patty
Archiv: Stabilisierte Ausschnitte aus dem Bigfoot-Film von 1967 | Copyright: Patterson u. Gimlin

Tyler/ USA - Auf der "Texas Bigfoot Conference 2009" äußerte sich der Primatenexperte Esteban Sarmiento zu der Frage, um was für ein Wesen es sich bei Bigfoot und Sasquatch handeln könnte, wie sie die Wälder Nordamerikas bewohnen sollen. Der Forscher widersprach dabei Vorstellungen, dass es sich dabei um urzeitliche Vertreter der Menschenaffen handeln könnte, die gemeinsam mit anderen Urzeittieren einst über die damals gangbare Beringstraße nach Kanada und in die USA gelangt sein könnten.

Vielmehr, so Sarmiento würde es sich um einen der nächsten Verwandten des Menschen handeln. Wie "Statesman.com" berichtet, geht es dem Primatenforscher jedoch nicht um die Frage, ob es Bigfoot & Co tatsächlich gibt, sondern um die Frage, um was es sich bei den Wesen am wahrscheinlichsten handeln könnte.

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Basierend auf seinen Untersuchungen zu Menschenaffen in Afrika, auf Sumatra und Borneo glaubt er ausschließen zu können, dass es sich um Affen handelt. Zuvor wurde unter Forschern und Kryptozoologie-Freunden immer wieder die Theorie diskutiert, dass es sich um Nachfahren des ausgestorbenen, über drei Meter großen Menschenaffen (Hominidae) Gigantopithecus handeln könnte.

"Ein Menschenaffe könnte dies tun", zitiert die Zeitung den Forscher, der zur gleichen Zeit auf ein Standbild aus dem berühmten und zugleich viel diskutierten Filmaufnahmen von Roger Patterson und Robert Gimlin (...wir berichteten 1, 2) zeigt. Gemeint ist jene Bewegung, in der das Wesen im Vorwärtsschritt seinen Kopf drehend nochmals nach hinten blickt (s. Abb.). "Ein Gorilla etwa könnte seinen Kopf so nicht drehen. Da seine Schulter im Weg ist, müsste ein Menschenaffe anhalten und seinen ganzen Körper wenden, um sich nochmals derart zurückzublicken." Auch können diese zwar auf zwei Beinen gehen, jedoch nicht im ausschreitenden Gang.

Auch die Tatsache, dass die Brüste des offenbar weiblichen Bigfoot mit Haaren bedeckt sind, spreche gegen einen Menschenaffen. "Gorillas haben keine Haare auf der Brust. Zudem haben Affen nur derartige Brüste, wenn sie stillen. Ein Jungtier ist auf dem Film jedoch nicht zu sehen, obwohl weibliche Hominidae ihre Babys für gewöhnlich in direkter Nähe mit sich führen", so Sarmiento. Auch die gefundenen Fußabdrücke würden keine Affenfüße zeigen, da kein opponierender großer Zeh zu sehen sei.

Was der berühmte Film jedoch zeigt, kann der Experte auch nicht genau sagen. "Wenn der Film echt ist, also keinen Mann im Affenkostüm zeigt, so zeigt er eine völlig neue bzw. bislang unbekannte Spezies."

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / statesman.com / texasbigfoot.org
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