Montag, 1. Februar 2010

Schneeringe auch in Sachsen-Anhalt

Schneeringe in einem schneebedeckten Feld in Sachsen-Anhalt | Copyright: Olaf Parnieske

Zäckwar/ Deutschland - Schon mehrfach haben wir über das kuriose Naturphänomen der sogenannten "Schnee-Ringe" berichtet, wie es vornehmlich in Skandinavien, Nordamerika und den Alpenregionen bekannt sind. Jetzt wurden die "Snow-Rollers" auch in Sachsen-Anhalt entdeckt.

UPDATE vom 02. Februar 2010 (s. unten)

Wie "grenzwissenschaft-aktuell.de"-Leser Olaf Parnieske berichtet, entdeckte er die Schnee-Ringe am 29. Januar 2010 gegen 20 Uhr im Burgenlandkreis, Gemeinde Lanitz. Die Aufnahmen selbst stammen vom Nachmittag danach (30.01.2010).

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Aufgrund früherer Beobachtungen kann Herr Parnieske die Entstehungsdauer der Schneering auf rund fünf Stunden begrenzen und fügt hinzu: "Das Komische an der Sache ist, dass durch den Wind nur die Ringe entstanden sind und keine sonstigen Verwehungen oder andere typische durch Schneetreiben verursachte Aufhäufungen in der direkten Umgebung zu finden waren."


Bei den auch als Schnee-Doughnuts bekannten Erscheinungen handelt es sich normalerweise lediglich um solide Schneewalzen. Die Art und Weise ihrer Entstehung kann sich jeder ableiten, der schon einmal einen Schneemann gebaut hat. Die größten bislang dokumentierten "Snow Rollers“ hatten Durchmesser von bis zu 60 Zentimeter mit Löchern von rund 16 Zentimetern. Doch wie entstehen die kreisrunden Löcher in den normalerweise ebenfalls kreisrunden Schneewalzen?

Angesichts von Schnow-Rollern, die 2007 im North-Cascades-Nationalpark, im zwischen Amerika und Kanada entdeckt wurden (...wir berichteten), erläuterte der Lawinenexperten Mike Stanford vom "Washington State Department of Transport", dass der Bildungsprozess meist mit Schneeklumpen beginne, die von Baumwipfeln und oder Felsüberhängen rollen und auf diesem Weg nach dem Schneeballprinzip weitere Schneemengen aufrollen. Unter ganz bestimmten Umständen führen dann wohl die wirkenden zentrifugalen Kräfte dazu, dass sich der Kern nicht wie gewöhnlich mehr und mehr verdichtet, sondern sich das markante Loch bildet.

Laut Stephen Davenport von der englischen "Meteo Group“ zeigten Untersuchungen an "Snow Rollers" in Illinois durch den "National Weather Service", dass die Gebilde auch durch starke Winde im Flachland entstehen können. Dieser Vorgang treibt die Schneewalzen so lange übers Land, bis diese zu schwer werden, um vom Wind bewegt werden können.

UPDATE vom 02. Februar 2010
Schneeringe auch in Thüringen
Nach unserer Meldung über die Schnee-Roller in Sachsen-Anhalt hat uns "grenzwissenschaft-aktuell.de"-Leserin Sandra Hädrich Fotos ihrer Entdeckung auf einem Schneefeld bei Escherode in der Gemeinde Niedertrebra im Kreis Weimarer Land in Thüringen zugemailt. Auch sie geht davon aus, dass die Rollen über Nacht entstanden sind. Entdeckt hat sie das kuriose Naturphänomen am 30. Januar 2010.

Copyright: Sandra Hädrich

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de
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