Dienstag, 11. Mai 2010

Untersuchung von Wunder-Yogi abgeschlossen – Mediziner weiterhin ratlos

Yogi Prahlad Jani | Copyright: unbek.

Ahmedabad/ Indien - Zwei Wochen nachdem Mediziner des indischen Verteidigungsministeriums den Sadhu Prahlad Jani unter medizinische Beobachtung gestellt hatten, um hinter die Geheimnisse der extremen Fastenfähigkeit des Yogis zu kommen (...wir berichteten), stehen die Ärzte immer noch vor einem Rätsel. Zumindest während der zweiwöchigen Intensivbeobachtung nahm der immerhin 83-Jährige keine Nahrung oder Wasser zu sich. Dennoch gehe es ihm besser, wie manch jüngeren Zeitgenossen. Jani behauptet von sich selbst, seit mehr als 70 Jahren weder Nahrung noch Wasser zu sich zu nehmen.

"Auch nach unseren Untersuchungen und Beobachtung wissen wir immer noch nicht, wie er überhaupt überlebt", gesteht denn auch der beteiligte Dr. Sudhir Shah Neurologen ein. Das Phänomen des Sadhu bleibe weiterhin ein Rätsel.

Während der Untersuchung habe der Yogi auch keinerlei Stuhlgang oder Urin von sich gegeben. Mit Wasser sei er nur beim Baden und dem täglichen Gurgeln samt Ausspülen der Flüssigkeit in Berührung gekommen.

Aus den Ergebnissen der Untersuchungen mittels Hirnscans, Hormontests, MRI, EEG, ECG und DNA-Analysen, wie sie jedoch erst in einigen Wochen vorliegen sollen, erhoffen sich die Wissenschaftler des zum indischen Verteidigungsministeriums gehörenden "Defence Institute of Physiology and Allied Sciences" (DIPAS) zukünftig das Leben von Soldaten, Katastrophenopfern bis hin zu Astronauten in Extremsituationen retten zu können, wenn diese über ungewöhnlich lange Zeit ohne Nahrung und Trinkwasser auskommen müssen.

Prahlad Jani selbst erklärt seinen Zustand durch tägliche Meditation und die Segnung durch die Gottheit Amba Mata als er selbst acht Jahre alt war. Seit diesem Ereignis, so der Yogi, habe er keine Nahrung mehr zu sich nehmen müssen. Stattdessen lebe er von einer als "Amrit" bezeichneten Flüssigkeit, die in etwa mit Ambrosia zu vergleichen sein soll und sich aus einer Öffnung in seinem Gaumen absondere. Amrit gilt als "Getränk der Götter" und soll, laut heiligen Hindu-Texten, ewiges Leben verleihen. Tatsächlich konnten die Mediziner 2003 eine entsprechende Flüssigkeit feststellen, die in geringen Mengen aus einem Loch im Gaumen austrat. Um was es sich dabei jedoch handele, konnte damals nicht festgestellt werden. Damals stellten die Ärzte zudem fest, sich – obwohl Jani kein Wasser oder sonstige Flüssigkeiten trank – zwar Urin in seiner Blase bildete, dieses jedoch von der Blasenwand wieder absorbiert wurde. Auch stellten die Mediziner fest, dass der Yogi während der zehntägigen Überwachung minimal an Körpergewicht abnahm – ein Grund für Skeptiker, an den Extrembehauptungen des Yogis zu zweifeln. Die indische Skeptikerorganisation "Indian Rationalist Association" (IRA) betitelt den Yogi trotz aller bisherigen Untersuchungen derweil mit der Bezeichnung "village fraud" als "Dorfschwindler"...

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / drdo.org / dnaindia.com
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