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Dienstag, 29. Juni 2010

Archäologen erforschen Marden Henge

Illustration von Marden Henge (Draufsicht) von Philip Crocker aus: Sir Richard Colt Hoare's Ancient Wiltshire von 1812 | Copyright: Public Domain

Marden/ Devizes - Heute nahezu vergessen, galt Marden Henge einst neben den Steinkreisen von Avebury und Stonehenge jedoch wahrscheinlich als wichtigstes Heiligtum im südwestlichen England. Sechs Wochen lang wollen Archäologen nun den geheimnisvollen Ort erforschen.

Auch wenn Marden Henge (Hatfield Earthwork) heute keine eindrucksvollen Steinsetzungen mehr aufweist, beeindrucken die am Boden kaum mehr sichtbaren Reste der Anlage dennoch durch ihre immense Größe von rund 1,5 Hektar Fläche und gilt damit als größte neolithische Henge-Anlagen in Großbritannien.

Laut "ThisIsWiltshire.co.uk" zeigen sich die Archäologen besonders von Hinweisen auf einen einst gewaltigen Grabhügel (Marden/Hatfield Barrow) im Zentrum der Anlage, der den nahe gelegenen Silbury Hill nahe Beckhampton mit 160 Metern Höhe wahrscheinlich übertroffen hatte.

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Dieser zentrale Grabhügel stürzte im Jahre 1806 erstmals ein und wurde bis 1817 gänzlich abgetragen. Jetzt erhoffen sich die Forscher von den Grabungen Hinweise über das einstige Aussehen und Struktur des Mounds.

Gerade wegen der Lage von Marden Henge zwischen Avebury und Stonehenge zeigen sich die Archäologen besonders interessiert an dem Grabungsort: "Möglicherweise haben wir es mit einem sehr viel komplexeren System von Ritualorten in diesem Teil der Welt zu tun als bislang vermutet", erläutert der Archäologe Jim Leary vom "English Heritage", der schon die Restaurierungs- und Forschungsarbeiten am Silbury Hill geleitet hatte.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / thisiswiltshire.co.uk
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