Gefangenes Exemplar von "Salanoia durrelli" | Copyright: Durrell Wildlife Conservation TrustLondon/ England - Im Marschland des Lac Alaotra auf Madagaskar haben Biologen eine bislang unbekannte Raubtierart entdeckt. Die seltenen katzengroßen Räuber sind zugleich stark vom Aussterben bedroht. Der Fund stellt die erste Neuentdeckung eines fleischfressenden Säugetieres seit 24 Jahren dar.
Von seinen Entdeckern um Fidimalala Bruno Ralainsolo vom "Durrell Wildlife Conservation Trust" und Paula Jenkins vom "Natural History Museum" wurde das kleine Raubtier zu Ehren des verstorbenen Naturkundlers Gerald Durrell auf den Namen "Salanoia durrelli". Die an Mungos erinnernden Tiere wiegen kaum mehr als 700 Gramm und gehören zur Familie der Madagassischen Raubtiere (Eupleridae).
Gerade erst entdeckt, gehören die Tiere leider auch schon zu den weltweit am stärksten bedrohten Raubtieren, ist das Umland des Süßwassersees doch stark durch expandierende Landwirtschaft, Überfischung Brandrodungen und eingeschleppte Tiere und Pflanzen bedroht.
Im Fachjournal "Systematics and Biodiversity" erläutern die Forscher, dass die äußerlichen Unterschiede zu verwandten Arten zwar vergleichsweise groß sind, diese Differenzen zu bekannten Arten jedoch auf genetischer Ebene geringer ausfallen.
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13. Oktober 2010
Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / conservation.org / durrell.org
