Mittwoch, 13. Oktober 2010

"Nature"-Redakteur: Yeti und Bigfoot könnten durchaus existieren

Archiv: Standbild aus dem Bigfoot-Film von 1967 | Copyright: Patterson u. Gimlin

London/ England - Angesichts fortwährender Entdeckungen selbst großer, bislang unbekannter oder ausgestorben geglaubter Tierarten hat sich einer der Chefredakteure des britischen Wissenschaftsmagazins "Nature", Henry Gee, offen angesichts der Vorstellung gezeigt, dass sogenannte Kryptide, wie Bigfoot und der Yeti tatsächlich mehr sein könnten, als bloße Legenden und Hirngespinste.

Grund für Gees Offenheit ist unter anderem die kürzliche Wiederentdeckung eines lebenden Saolas (...wir berichteten) in der laotischen Provinz Bolikhamsai. Die auch als "Vietnamesische Waldrinder" bekannten Tiere wurden erst 1993 erstmals wissenschaftlich beschrieben und ihre Entdeckung im Jahr zuvor galt damals als wissenschaftliche Sensation, da gen Ende des 20. Jahrhunderts die Entdeckung einer neuen derart großen Säugetierart für ausgeschlossen galt.

Auch die auf der indonesischen Insel Flores entdeckten Fossilien und Werkzeuge einer bis dahin unbekannten Menschenart, des "Homo floresiensis" und die Tatsache, dass diese erst vor 12.000 Jahren ausgestorben ist, machen den Paläontologen offen für weitere zukünftige Entdeckungen großer unbekannter Tierarten bzw. Arten von Säugetieren. Erst 2004 stießen Wissenschaftler auf die Fossilien der kleinen "Menschen von Flores" und datierten damit die bisherige wissenschaftliche Annahme, dass moderne Menschen die Insel vor nicht mehr als 10.000 Jahren bewohnt hatten, um bis zu 80.000 Jahre vor.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

"Im Vergleich zum Alter unserer Erde, erscheinen 12.000 Jahre grade einmal wie ein Wimpernschlag", erläutert Gee in seiner Blog-Kolumne auf "Guardian.co.uk". "Ob nun also ein Tier vor 12.000 Jahren oder erst gestern ausgestorben ist, macht also kaum einen Unterschied. (...) Wenn Tiere wie das (bis 1975 lediglich anhand von Fossilien bekannte) südamerikanische Nabelschwein Chaco-Pekari (Catagonus wagneri) wieder auftaucht und ein lebendiges Saola gefangen werden kann, so ist es absolut legitim zu fragen, ob der Homo floresiensis, oder ein ähnliches Wesen, auch heute immer noch existieren. Wenn schon nicht Nessie, dann aber vielleicht der malaysische Orang Pendek, der Yeti, Sasquatch und Bigfoot?"

"Sind alle diese Wesen lediglich Produkte von Täuschung, Verschwörungstheorien oder Fälschungen? Vielleicht – aber nicht zwangsläufig. Das Wenige, was wir über diese großen Säugetiere am Rande unserer Kenntnis wissen, deutet daraufhin, dass sie in entlegenen Gegenden leben, sehr scheu und extrem selten sind. Zudem bedarf es offenbar einer guten Portion Glück, sie noch lebendig zu entdecken, bevor sie tatsächlich aussterben. Zwar wurden bislang noch keine eindeutigen Beweise für den Yeti gefunden, doch in einer Welt, in der es [wieder] Saolas und den Homo floresiensis gibt, sollte man sich in diesen Dingen eine unvoreingenommene Geisteshaltung bewahren."

+ + + WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA + + +
Bislang unbekannte Raubtierart auf Madagaskar
13. Oktober 2010
Asiatisches Einhorn: Gefangen, fotografiert, verstorben
20. September 2010
Seit 1993 408 neue Landsäugetierarten entdeckt
11. Februar 2009
Erstmals Fotos von freilebendem "Afrikanischem Einhorn"
11. September 2008

Englische Bücher zum Thema:

- - -

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / guardian.co.uk
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE