Mittwoch, 6. Juli 2011

Flügelloses Fluggerät vorgestellt

Der "D-Dalus"-Prototyp | Copyright: iat21.at / d-dalus.at

Paris/ Frankreich - Auf dem "Salon International de l’Aéronautique et de l’Espace", der Pariser Luftfahrtschau auf dem Flughafen Le Bourget hat eine österreichische Firma ihr Konzept eines flügellosen Fluggeräts präsentiert. Durch seine ungewöhnliche Form könnte die Drohne zukünftig auch für die ein oder andere vermeintliche UFO-Sichtung verantwortlich werden.

Ein Sprecher der Linzer Firma "IAT 21 Innovative Aeronautical Technology " erklärte in Paris, das Gerät könne sowohl ruhig auf der Stelle schweben als auch so schnell wie ein Jet - aber dabei sehr leise - vorwärts fliegen und bleibe selbst bei turbulenten Bedingungen stabil. Zur gleichen Zeit benötige es aufgrund reibungsfreier Schwenklager nur wenig Wartung und fliege nahezu geräuschlos. Demonstriert wurden diese Fähigkeiten auf der Flugschau derweil noch nicht.

Über die Funktionsweise berichtet die Firma auf ihrer Internetseite (iat21.at), dass "D-Dalus" auf einem revolutionären Antriebssystem "mit einer Reihe von patentierten Erfindungen, darunter ein reibungsfreies Lager, das hohen Beschleunigungskräften standhält sowie auf einem System (basiert), welches den Antrieb ständig in einem dynamischen Gleichgewicht hält und somit dem Steuerungssystem eine rasche Stabilisierung der Drohne während des Fluges ermöglicht."

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Der Antrieb bestehe aus vier Sets von Rotoren, die paarweise angeordnet sind und bei konstanter Drehzahl gegenläufig rotieren und von einem herkömmlichen Flugzeugmotor angetrieben werden. "Die Scheiben sind durch Flügel verbunden, deren Anstellwinkel durch die Verschiebung der Scheiben-Achse verändert werden kann. So kann bei jedem Flügel ein unterschiedlicher Anstellwinkel eingestellt werden. Die daraus resultierende Schubkraft kann dadurch in jede benötigte Richtung gelenkt werden und ermöglicht somit eine theoretische 360° Drehung der Drohne um alle drei Achsen. Demzufolge kann D-Dalus vertikal starten, in einer festen Position in der Luft ausharren, sich in jede Richtung bewegen, um alle Achsen rotieren, und sich bei Landemanövern ansaugen."

Einsatzmöglichkeiten der Drohne sieht die Firma etwa in der Aufklärung in mit Rauch und durch radioaktive Strahlung verseuchtem Gelände und in Gebäuden, in der Bergung von Opfern und Materialien, sowie als Arbeitsplattform und zum Transport von lebensrettendem Equipment.

Grafische Simulation von D-Dalus im Einsatz (Illu.) | Copyright: grewi.de

Gegenüber Starrflügeldrohnen habe "D-Dalus" den Vorteil, dass sie vergleichsweise kostengünstig sei, keinen große Start- und Landefläche benötige und über eine weitaus umfangreichere Fähigkeit verfügt, über unbeweglichen Objekten stetig zu verweilen. "Außerdem fehlt es Starrflügeldrohnen an günstigen Stealth-Eigenschaften, Wendigkeit, Reichweite und Ausdauer sowie an der Fähigkeit in Gebäude einzudringen." Auch Drehflügeldrohnen könnten zwar auf wenig Raum starten und landen, allerdings sei deren Einsatzfähigkeit bei schlechtem Wetter, großen Entfernungen, sowie bei hoher Geschwindigkeit und im Einsatz von schwankenden Plattformen (z.B. Fahrzeuge in Bewegung oder ein Boot bei hohem Wellengang) stark eingeschränkt. "Der externe Rotor birgt aufgrund seiner Exponiertheit ein Risiko und hat eine leicht erkennbare Radarsignatur. Jene Drehflügeldrohnen, die hohe Nutzlasten erlauben, sind außerdem üblicherweise sehr teuer und aufwendig in der Anschaffung sowie in der Instandhaltung."

"Idealerweise", so IAT 21, "bräuchten wir eine fliegende Plattform, die sich langsam und leise wie ein Heißluftballon annähert, in der Luft schwebt wie ein Kolibri, sich in jede Richtung drehen kann wie ein Fußball, sich auf dem Deck eines Schiffes 'ansaugt' wie ein „in der Luft gewendeter Pfannkuchen“, in alle Richtungen sehen kann wie eine Kristallkugel, so schnell fliegen kann wie ein Jet, so unsichtbar ist wie eine 155 mm Projektil und von einem Automechaniker repariert werden kann." Alles also Eigenschaften, wie sie "D-Dalus" vorweisen können soll.

Derzeit befindet sich "D-Dalus" derweil noch im Prototyp-Stadium. Nach ersten Testflügen in einem Labor in Salzburg sollen bald allerdings erste Freilandflüge in Angriff genommen werden: "Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass je größer 'D-Dalus' dimensioniert wird, desto effizienter und weniger komplex agiert die Drohne."

"D-Dalus" eigne sich deshalb insbesondere für Anwendungen" im maritimen Such- und Rettungsdienst, aber auch zur Beförderung von Frachten, bis hin zu Einsätzen neben und in brennenden oder radioaktiv verstrahlten Gebäuden."

Gemeinsam mit der britischen Firma "Cranfield" soll das Fluggerät nach weiteren Tests zur bis hin zur Flugzulassung weiterentwickelt werden. Nachdem "IAT 21" den Absatz von Drohnen sowohl für maritime als auch für landbasierte Zwecke, für die Nutzung im Such- und Rettungsdienst sowie Katastrophenbeobachtung anstrebt, soll auf längere Sicht auch eine Passagierversion für den öffentlichen Verkehr angestrebt werden.

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