Donnerstag, 23. Februar 2012

Der Himmel fällt: Irdische Wolkenhöhe sinkt

Archiv: Wolken über dem südlichen Indischen Ozean am 23. Juli 2007. | Copyright: NASA/JPL-Caltech

Auckland/ Neuseeland - Anhand von Daten des NASA-Satelliten "Terra" haben neuseeländischer Wissenschaftler einen weltweiten Trend einer sich absinkenden Wolkenhöhe um bislang ein Prozent alleine während des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrhunderts ausgemacht. In Form eines sogenannten Negativ-Feedback-Mechanismus könnte die Entdeckung auch Auswirkungen auf die globale Erwärmung haben.

Wie die Forscher um Roger Davies von der University of Auckland aktuell im Fachmagazin "Geophysical Research Letters" berichten, senkte sich die global durchschnittliche Wolkenhöhe um 30 bis 40 Meter ab. Der Grosseil dieses Effekts werde durch zusehends weniger Wolken an der höchsten Wolkengrenze hervorgerufen.

Während bislang zwar erst die Daten von 10 Jahren vorliegen und somit die Datengrundlage noch zu gering sei um als definitiv bezeichnet werden zu können, zeichne sich doch ein Trend ab, der für die zukünftige Klimaentwicklung von Wichtigkeit sein könnte, so die Forscher. Eine Langzeitstudie sei nun von Nöten, um die Bedeutung der Beobachtung für die Entwicklung der globalen Temperaturen einschätzen zu können.

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Wie die Wissenschaftler erläutern, würde ein einheitliches Absinken der Wolkenhöhe zu einer Abkühlung der Erde führen und könnte damit den derzeitigen Effekt der globalen Erwärmung abschwächen. In diesem Fall würde es sich um einen sogenannten Negativ-Feedback-Mechanismus handeln, also um eine durch die globale Erwärmung verursachte Veränderung, die dieser jedoch entgegenwirkt. "Bislang wissen wir aber noch nicht genau, wovon das Absinken der Wolken hervorgerufen wird", kommentiert Davies. "Aber es muss etwas mit den sich verändernden Strömungsmustern zu tun haben, die die Wolkenbildung in großen Höhen antreiben."

Während eine solche Nachricht unter Galliern wie Asterix, Obelix und Majestix für Panik gesorgt hatte, wird der Terra-Satellit noch bis Ende dieses Jahrzehnts weitere Daten zusammentragen und so die Forscher damit stets mit neuen Informationen über den derzeitigen Trend versorgen.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / auckland.ac.nz / jpl.nasa.gov

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