Mittwoch, 22. Mai 2013

Multiversum: Liefern die neuen Planck-Daten zur kosmischen Hintergrundstrahlung den Beweis für weitere Universen


Die neueste und bislang genaueste vollständigen Himmelskarte der kosmischen Hintergrundstrahlung zeigt die Temperaturunterschiede der Hintergrundstrahlung (rot = wärmer / blau = kälter) und die Temperaturirregularitäten rund 380.000 Jahre nach der Entstehung des Universums. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.)
| Copyright: ESA and the Planck Collaboration


Chapel Hill (USA) - Im Gegensatz zur Vorstellung eines einzigen Universums, geht die Theorie eines sogenannten "Multiversums" davon aus, dass jenes Gebilde, welches wir als Uni-Versum betrachten, nur eines von vielen, wahrscheinlich blasenförmigen Universen im Innern eines Multi-Versums ist und sich diese Blasen auch berühren und miteinander interagieren können. Nachdem Forscher schon zuvor in den Karten der kosmischen Hintergrundstrahlung Hinweise auf eine eben solche Interaktion unseres Universums mit anderen Universen gefunden haben wollen (...wir berichteten, s. Links), glauben US-Wissenschaftler nun diese Beweise auch durch anhand der hochauflösendsten Himmelskarte der erst kürzlich präsentierten kosmischen Hinterrundstrahlung gefunden zu haben.

Schon 2007 beschrieben die Forscher um Laura Mersini-Houghton von der University of North Carolina und Richard Holman von der Carnegie Mellon University im Fachmagazin "New Scientist" ihre auf der String-Theorie (Elementarteilchen wie Quarks und Elektronen sind durch winzige Fäden in einem zehndimensionalen Raum verbunden) basierende Idee (...wir berichteten). Demnach soll unser bekanntes Universum kurz nach dem Urknall durch Quantenprozesse mit anderen Univsersen (Paralleluniversen) verbunden worden sein, bis diese durch die gewaltige Ausdehnung unseres Universums in nach menschlich-kosmischen Maßstäben unendliche Ferne verdrängt wurden.

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Auch in der erst im vergangenen März präsentierten vom europäischen Weltraumteleskop "Planck" erstellten neuen und bislang detailreichsten Karte der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung unseres Universums (...wir berichteten), die sozusagen das Echo des Urknalls vor rund 13,8 Milliarden Jahren darstellt, sollen die Beweise für ihre Theorie zu finden sein.

Während bisherige Modelle eigentlich vorhersagen, dass die kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlung im Universum gleichmäßig verteilt sein sollte, zeigt - wie schon ähnliche Messungen zuvor - auch die Planck-Karte einen stärkere Konzentration im Süden des Himmels und einen "kalten Fleck" , der mit derzeitigen physikalischen Modellen nicht erklärt werden kann.

"Diese Anomalien werden durch andere Universen erzeugt, die durch ihre Anziehungskraft bei der Entstehung unseres Universum durch den Urknall an diesen regelrecht ziehen", so die Wissenschaftlerin erläuternd gegenüber der britischen Zeitung "Sunday Times". Es handele sich um die ersten belastbaren Beweise für die Existenz anderer Universen.

Tatsächlich stützen auch andere Wissenschaftler die Theorie der Forscher. So zitiert die "Sunday Times" beispielsweise auch den theoretischen Physiker Malcom Perry con der Cambridge University mit den Worten, dass es sich bei den aufgezeigten Anomalien tatsächlich um echte Beweise für die Existenz andere Universen handeln könne.



Auch der Astrophysik-Professor George Efstathiou von der Cambridge-University erklärte gegenüber der Zeitung, solche Ideen könnten zwar heute noch verrückt klingen, doch sei dies angesichts der Urknall-Theorie noch vor drei Generationen nicht anders gewesen. "Später fanden wir dann jedoch genau dafür Beweise und bis heute hat (diese Theorie) nahezu unsere vollständige Vorstellung vom Universum verändert."

Die Beweise für ihre Theorien wollen die Forscher kommende Woche auf wie Konferenzen in Haye-on-Wye und in Oxford der Wissenschaftsgemeinde vorlegen. Schon jetzt darf sicherlich mit heftigen Reaktionen gerechnet werden.

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