Samstag, 2. November 2013

Bigfoot-DNA-Studie: Gen-Analyse legt nahe, dass kaukasische Yetis Nachfahren bislang unbekannter Frühmenschen sein könnten


Symbolbild: Bigfoot-DNA (Illu.). | Copyright: grewi.de

Oxford (England) - Während die Suche des Oxford-Humangenetikers Dr. Bryan Sykes nach genetischen Beweisen für die nordamerikanischen Waldmenschen Bigfoot und Sasquatch bislang keine unbekannte Art identifizieren konnte (...wir berichteten), belegte zumindest die Analyse von Proben, die angeblich vom Yeti stammten, zumindest genetisch die Existenz einer bislang gänzlich unbekannten Art urzeitlicher Eisbären im Himalaya (...wir berichteten). Jetzt glaubt der Genetiker anhand der DNA-Untersuchungen von Knochen und direkten Nachkommen einer als kaukasischer Yeti beschriebenen Frau, Belege für eine Hypothese gefunden zu haben, die - so sie sich weiter verifizieren lässt - nicht nur aus kryptozoologischer Sicht eine Sensation wäre, sondern auch die Entwicklungsgeschichte der Menschheit auf den Kopf stellen könnte.

Wie die Pressemitteilung des britischen TV-Senders "Channel 4", der Skyes Analysen mit der TV-Dokumentation "Bigfoot Files" begleitet hatte (...wir berichteten, s. Links) berichtet, stehen im dritten Teil der Dokumentation die genetischen Analysen von Gewebeproben im Mittelpunkt, die angeblich von der russischen Variante von Bigfoot, Sasquatch und Yeti stammen und wie sie u.a. als sogenannte "Amlas", "Almasty" bzw. "Abnauayu" bezeichnet werden.

Hierbei untersuchten Sykes und Kollegen auch den Fall der "Wilden Frau" Zana.

Anm.d.GreWi-Red.: Laut einer modernen Volksüberlieferung aus dem Kaukasus handelt es sich bei Zena bzw. Zana um einen weiblichen sogenannten "Abnauayu" und damit um die dortig lokale Variante des Yeti, der Mitte des 19. Jahrhunderts im Ochamchiri-Distrikt Abchasiens gefangen genommen, in Gefangenschaft gehalten und später nahe des Städtchens Tkhina begraben worden sein soll.

Der Schädel von Zanas Sohn Khwit. | Quelle: Igor Burtsev, bigfootencounters.com/creatures/zana2.htm
Zana, so die bis heute noch lebendigen Berichte, habe selbst mindestens vier Kinder von menschlichen Männern geboren. Diese Kinder seien zwar von auffallender Statur und Physiognomie, jedoch durchaus "menschlich" gewesen und sollen selbst Nachfahren mit menschlichen Partnern gezeugt haben, die heute über ganz Abchasien verteilt leben sollen. In den 1960er, -70er und 1980er Jahre unternahmen russische Wissenschaftler zahlreiche Expeditionen auf der Suche nach den sterblichen Überresten von Zana und ihren Nachkommen und wurden auf dem Friedhof von Tkhina durch die Mithilfe von Zeitzeugen der angeblich ungewöhnlichen Mischlinge fündig. Die Schädel und Teile der Skelette von Zanas angeblichen Sohn Khwit (s. Abb.) weisen tatsächlich sowohl moderne als auch urzeitliche Merkmale auf. Ausführlichere Informationen über die Legende um Zana und die Suche nach ihren Überresten finden Sie HIER.)
Während russische Kryptozoologen lange Zeit vermutet hatten, bei Zana könnte es sich sozusagen um ein Exemplar von zumindest bis damals überlebenden Neandertaler gehandelt haben, offenbaren Sykes' DNA-Analysen von sechs heute noch lebenden direkten Nachkommen Zanas sowie die Untersuchung des Schädels von Zanas direktem Sohn Khwitt, dass die "Wilde Frau" zwar keine Neandertalerin war und auch nicht aus dem Kaukasus stammte, sondern von Menschen aus dem subsaharischen Afrika abstammt.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Während zunächst also die Vermutung nahe liegt, dass es sich bei Zana um eine einstige afrikanische Sklavin der vor den Russen in der Region herrschenden Ottomanen handeln könnte, die sich nach der Abschaffung der Sklaverei in den kaukasischen Wäldern versteckt hatte bis sie dort gefangen wurde, stellen nicht nur glaubwürdige Beschreibungen Zanas durch Zeitzeugen diese Theorie in Frage.


Schließlich wurde Zana nicht nur als fast schon übermenschlich stark sondern auch als am ganzen Körper stark behaart beschrieben. Auch eine sorgfältige Untersuchung des Schädels von Zanas direktem Sohn Khwitt lässt Sykes offenbar an der Sklaven-Erklärung zweifeln, weist dieser doch teils sehr ungewöhnliche morphologische Merkmale auf, darunter sehr breite Augenhöhlen, eine erhöhte Augenbrauenwulst und etwas, das wie ein zusätzlicher Knochen am Hinterkopf des Schädels erscheint.


Es sind diese Merkmale, die Khwitts Schädel sehr viel eher einer primitiven statt einer modernen Menschenform gleichen lässt. Tatsächlich waren diese eher urzeitlichen Merkmale ja schon den russischen Kryptozoologen um Dr. Igor Burtsew und Moskauer Anthropologen aufgefallen, nachdem sie Khwitts Schädel 1971 ausgegraben und untersucht hatten.


Die damalige Verwunderung der Experten über die ungewöhnliche Vermischung von sowohl modernen als auch frühen bzw. primitiven morphologischen Merkmalen, führt Dr. Sykes nun mit dem Nachweis der subsaharischen Abstammung Zanas zu einer neuen und gewagten Hypothese zusammen.


Demnach könnte es sich bei Zana um ein Exemplar von noch mindestens bis ins 19. Jahrhundert in der Kaukasus-Region überlebenden Nachkommen einer bislang unbekannten und sehr viel früheren Migration früher Menschen aus Afrika gehandelt haben. In diesem Fall würde Zana also von einem bislang unbekannten (Früh-)Menschenstamm aus einer Zeit abstammen, als sich die menschliche Spezies immer noch am entwickeln war und deren Vorfahren durch die erst zehntausende Jahre später ebenfalls aus Afrika vordringenden und sich ausbreitenden modernen Menschen in die entlegenen Regionen des Kaukasus verdrängt wurden.


Bislang, so zitiert der Sender den Wissenschaftler, sei dies zwar lediglich eine gewagte und zudem spekulative Hypothese, doch wolle er weitere Untersuchungen durchführen, um diese zu überprüfen, bevor er weitere Schlussfolgerungen ziehe.


WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
TV-Doku "Bigfoot Files - USA" enttäuscht Bigfoot-Forscher und -Fans 1. November 2013
Anthropologe und Bigfoot-Experte Dr. Jeff Meldrum kommentiert Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Yeti-DNA-Analyse 25. Oktober 2013
TV-Doku offenbart kaum Neues über die DNA-Analyse von angeblichen Yeti-Proben aus dem Himalaya 21. Oktober 2013
Erstes Teilergebnis der Oxford-Lausanne-Bigfoot-Studie: Im Himalaya lebt unbekannte Großbärenart 18. Oktober 2013
TV-Sender gibt weitere Einblicke in Ergebnisse der Oxford-Lausanne-DNA-Studie zu Bigfoot, Yeti & Co 11. Oktober 2013
Verlagshaus Hodder: Oxford-Lausanne-DNA-Studie unter Dr. Bryan Sykes findet genetischen Beweis für die Existenz des Bigfoot 9. Oktober 2013
Wissenschaftliche Fachpublikation von Oxford-Lausanne-Studie zu Bigfoot- und Yeti-DNA und begleitende BBC-Dokumentation erscheint voraussichtlich noch in diesem Jahr 13. Mai 2013
Forscher verspricht erstaunliche Ergebnisse der Oxford/Lausanne-Bigfoot-Studie 7. August 2012
Oxford-Lausanne Collateral Hominid Project: Wissenschaftler wollen angebliche Gewebeproben von Yetis und Bigfoot untersuchen 23. Mai 2013


grenzwissenschaft-aktuell.de
Quelle: channel4.com
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE