https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Samstag, 4. August 2007

HOAX-KORNKREISE IN NORWEGEN UND DEUTSCHLAND

Wahrscheinlich gefälschte Kornkreisformation nahe Holter in Akershus – Norwegen | Copyright: Eva-Marie Brekkesto / www.kornsirkler.org

Saarbrücken/ Deutschland – Sowohl in Norwegen als auch in Deutschland sind Kornkreise entdeckt worden, die in beiden Fällen auf das Werk von Fälschern zurückgeführt werden konnten.

Wie die norwegische Kornkreisforscherin Eva-Marie Brekkesto von der „Norsk Kornsirkelgruppe“ berichtet, wurde die norwegische Kornkreisformation am 30. Juli in einem Weizenfeld nahe Holter in Akershus vom Landwirt selbst entdeckt und gemeldet. Der Gesamtdurchmesser beträgt 36 Meter.

„Zahlreiche Merkmale weisen auf einen menschlichen Ursprung der Formation: Das Muster selbst ist auffallend ungenau. In den Zentren der Ring wurden große Löcher mit glatten wänden entdeckt, gerade so, wie sie von eine Stange verursacht werden. Um diese Löcher herum war der Boden stark zertrampelt. Auch die Lage des niedergelegten Getreides war grob und ungenau. An den Pflanzen selbst wurden zudem deutliche Spuren mechanischer Einwirkung gefunden.“

Auch in Niedersachsen wurde eine neue Kornkreisformation entdeckt und dem „Forum Grenzwissenschaften und Kornkreise (FGK), ehem. Forschungsgesellschaft Kornkreise e.V. (FGK e.V.)“ gemeldet. Die 50 Meter durchmessender Wellenspirale befindet sich in einem Weizenfeld in der Näher des archäologischen Ausgrabungsgebietes “Römerlager” bei Hedemünden in Niedersachsen.

Wie die FGK berichtet soll es sich um eine Kopie einer ähnlichen Spiralformation aus dem Jahre 1999 handeln, die damals bei Martinhagen, nahe Kassel entdeckt wurde. Bereits im vergangenen Sommer organisierte die damalige „FGK e.V.“ die Anlegung einer ähnlichen Kopie nahe Dörnberg in Hessen. Hintergrund war das Outing des bis dahin aktiven 2. Vorsitzenden der FGK, der auf Frühjahrs-Hauptversammlung des Vereins 2006 öffentlich eingestand zahlreiche Kornkreisformationen selbst angelegt zu haben.

Die "Vorlage" aus dem Jahr 1999 bei Martinhagen in Hessen | Copyright: Frank Laumen

HIER finden Sie einen detaillierten Hintergrundbericht und Analyse zur Kornkreis-Kopie von Dörnberg im Juni 2006.

Auf der Homepage der FGK glaubt man angesichts der neuen Formation bei Hedenmünden offenbar nicht an die Urheberschaft des ehemaligen 2. Vorsitzenden und spekuliert über „bestimmte Absichten hier jemanden in Misskredit zu bringen oder zu provozieren“.

Über die neue Formation schreibt die FGK: „Deutliche Spuren von Schuhabdrücken sind in den schmalen Saatreihen und Abdrücke vom Ende eines runden Gegenstands, wie etwa einem Rohr oder Besenstiels im weichen Erdboden zu finden gewesen. Die Löcher der beiden Stangen, die man benötigt um eine Spirale ins Feld zu bringen, konnten indes nicht gefunden werden, da sie vermutlich wieder verfüllt wurden. Verdächtige Stellen gab es aber einige.“

Mysteriös, wenn auch von nicht geringerem menschlichen Ursprung erscheint hingegen „der Fund eines sehr persönlichen Gegenstands, den einer der Kreismacher verloren haben muss.“ Mit etwas Nachforschung an der richtigen Stelle, so die FGK weiter, werde der Besitzer leicht zu ermitteln sein. Den Besitzer dieses Gegenstandes ruft die FGK nun auf sich vertraulich zu melden.

Quelle: kornkreise-forschung.de / kornsirkler.org / fgk.org
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE