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Montag, 13. August 2007

KONTROVERSE UM KORNKREIS-ENTSTEHUNG

Kornkreisformation vom 4. August 2007 am Pewsey White Horse in Wiltshire, England | Copyright: Lucy Pringle (Foto), Andreas Müller (Diagramm)

Wiltshire/ England - Am 4. August 2007 wurde am Fuße des Pewsey White Horse nahe Pewsey in Wiltshire eine neue Kornkreisformation entdeckt. Die Anwohnerin Julie Winter will das Feld noch am frühen Morgen um 8:05 Uhr ohne Kornkreis gesehen haben. Steve Amor, hingegen erklärt, den Kornkreis schon um 6:30 Uhr entdeckt zu haben.

In einem ausführlichen Bericht auf „Kornkreise-Forschung.de“ berichtet Kornkreisforscher Andreas Müller über den bisherigen Stand der Nachforschungen:

„Am 6. August trafen ein internationales Forscherteam aus Bert Janssen (NL), Heather Clewitt (USA), Roeland Beljon (NL), Frank Laumen u. Andreas Müller (GER) Julie Winter vor Ort zu einem Interview. Zu dieser Zeit hatte der Farm-Manager die Formation leider bereits aus dem Feld gemäht, da Besucher des Kornkreises angeblich im strohtrockenen Feld geraucht haben sollen.

HIER finden Sie den vollständigen Originalartikel von A. Müller

Julie Winter (41), lebt mit ihrer Familie in Pewsey und hat von ihrem Schlafzimmer aus einen direkten Blick auf den Pewsey Hill mit der Kreide-Scharfigur des „White Horse“. Julie trainiert bis zu vier Mal die Woche für regionale Wettläufe und nutzt hierfür die nahegelegene Hügelkette des Pewsey Hill.

6. August 2007: Julie Winter am Zaun des Pewsey White Horse in Wiltshire mit direktem Blick auf das Kornkreis-Feld | Copyright: Andreas Müller

Auch am frühen Morgen des 4. August 2007 war sie auf ihrer morgendlichen Runde und hielt, wie jedes Mal, am Zaun, der das „White Horse“ umgibt, um hier kurz auszuruhen, etwas zu trinken und die Landschaft zu genießen. Von diesem Punkt aus hat man auch einen ungehinderten und idealen Blick auf die im Tal liegenden Felder und blickt zudem unmittelbar auf das Feld, in dem seit Jahren immer wieder Kornkreise entdeckt wurden.

Julie kam gegen 8:05 Uhr am Zaun an und genoss erneut den Blick über das Tal und die Felder: ‚Gegen 8:05 Uhr machte im am Zaun halt um etwas zu trinken. Zu dieser Zeit war noch nichts im Feld zu sehen. Auch sonst konnte ich keine Autos oder Personen in der Nähe des Feldes sehen.’

Kurze Zeit später machte sich Julie auf den Weg nach Hause. Gegen 9:45 Uhr fuhr sie dann gemeinsam mit ihrem Sohn Gareth (18) die Strasse entlang, als dieser mit den Worten „Oh, da ist ein neuer Kornkreis!“ die neue und vollständige Formation zum ersten Mal entdeckte. Julie selbst konnte sich diese Entdeckung nicht erklären, war sie sich doch sicher, dass die Kornkreisformation noch eindreiviertel Stunden zuvor noch nicht vorhanden war.

‚Ich bin mir mehr als 100 Prozent sicher, dass der Kornkreis um 8:05 Uhr noch nicht da war und schließe die Möglichkeit ihn von meiner Position aus lediglich übersehen zu haben absolut aus.’

Julie selbst interessiert sich für die Kornkreise und hat alle vorangegangenen Formationen in diesem Feld gesehen und teilweise selbst besucht. Auch in diesem Jahr hatte sie ein wachsames Auge auf gerade dieses Feld. ‚Seit etwa zwei Wochen habe ich immer wieder zu m einem Mann gesagt, dass es mal wieder Zeit für eine Kornkreisformation da unten sei. Zuletzt haben wir darüber noch am Abend zuvor (3. August) gesprochen, als wir die Strasse entlang fuhren. Da habe ich mir einen Kornkreis im Feld gewünscht.’

Zu dem Kornkreis selbst und seiner Symbolik sieht Julie keine persönliche Beziehung. Zwar hatte sie sich eine Formation im Feld gewünscht, dies jedoch nicht mit einer speziellen Form verbunden. ‚Das einzig ungewöhnliche was mir auffiel war, dass ich in der Nacht zuvor (3/4. August) ungewöhnlich schlecht geschlafen habe.’„

In Interview erlebten die Forscher Julie als „normale, bodenständige jedoch dem Phänomen gegenüber grundsätzlich aufgeschlossene Zeugin.“

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Gleiches gelte jedoch auch für den Landschaftsgärtner Steve Amor (50) aus Alton Barnes, der früher selbst in Pewsey gelebt hat. Allerdings beschäftige sich Steve sehr intensiv mit den Kornkreisen und nutzt seine frühmorgendliche Fahrt zur Arbeit und Freizeit im Sommer, um nach neuen Kornkreisformationen Ausschau zu halten. Dadurch gelang es ihm in den vergangenen Jahren immer wieder, neue Kornkreise bereist in den frühen Morgenstunden zu entdecken. Seine Entdeckungen meldet Steve meist dann nach der Arbeit umgehend verschiedenen Kornkreisforschern, unter anderem dem „CropcircleConnector.com“.

Zeuge Steve Amor | Copyright: Andreas Müller

„Am Morgen des 4. August 2007 fuhr Steve die Strasse zum Pewsey Hill entlang, als er bereits gegen 6:30 Uhr den besagten Kornkreis gesehen haben will. Am späteren Nachmittag meldete Steve seine Entdeckung dann auch an den Connector und veröffentlichte eine entsprechende Meldung im dortigen Online-Forum.“

Bislang konnten die Forscher keine weiteren Zeugen ausfindig machen, die eine der Darstellungen belegen bzw. widerlegen können. Nach Einschätzung von Janssen und Müller, sind beide Augenzeugen absolut glaubwürdig, was eine Einschätzung der Sachlage umso schwieriger mache. Möglichkeiten und Theorien, wie dieses Dilemma erklärt werden kann gibt es viele. „Die einfachste wäre wohl jene, die behauptet Julie habe den Kornkreis schlicht und einfach übersehen. Doch jeder der sich vor Ort am „Pewsey White Horse“ ein selbst ein bild der Situation macht, wird sich schwer tun zu glauben, dass jemand, der sich zudem für Kornkreise in diesen Feldern interessiert, einen derart großen Kornkreis in direkter Draufsicht übersehen kann. Auch Steves Geschichte klingt glaubwürdig und zeigt keine Anzeichen für eventuelle Irrtümer und Lücken“, erklärt Kornkreisforscher Andreas Müller.

„Bislang haben wir keine Erklärung für die gegenteiligen Aussagen. Was wäre, wenn beide die Wahrheit sagen...?“


Quelle: kornkreise-forschung.de / grenzwissenschaft-aktuell.de
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