Der Trilobit-förmige Sonnenfleck bei seiner größten Ausdehnung – im Vergleich zu einem versteinerten Trilobiten | Copyright: Hinode JAXA/NASA/GNU FDLBoulder/ Colorado – Auf das, was die Astronomen der NASA auf ihren Bildschirmen beim Betrachten von Aufnahmen der japanischen Sonde „Hinode“ vom Sonnenfleck Nummer 10926 aus dem Jahr 2006 zu sehen bekamen, war niemand vorbereitet. Der Sonnenfleck doch vor den Augen der Forscher die Form eines urzeitlichen Trilobiten an.
„Es sah wirklich aus, wie ein urzeitlicher Trilobit“ beschreibt der Lockheed-Wissenschaftler Marc De Rosa die Aufnahmen. Andere verglichen die Form mit eine zellularen Mitose oder anderen zellulären Prozessen. Auf jeden Fall hatten Astronomen derartiges Zuvor noch nie beobachten können.
HIER sehen sie die Original Filmanimation des Magnetogramms von 10926
Die Aufzeichnungen der Sonde zeigen die Sonneoberfläche in Form eines so genannten Magnetogramms – einer dynamischen Karte der Intensität der Sonnenfleckenaktivität. Dabei wird negative Polarität (S) schwarz, positive (N) weiß abgebildet.
Wie die meisten anderen Sonneflecken, so besitzt auch der „Trilobit“ die Größe von Planeten wie unserer Erde. Dabei handelt es sich um magnetische Knotenstrukturen aus dem Innern der Sonne. Sie zeichnen sich als dunkle Stellen auf der sichtbaren Sonnenoberfläche ab, die kühler sind und daher weniger sichtbares Licht abstrahlen als der Rest der Oberfläche. Wie das Formverhalten von 10926 zustande kommt, darüber rätseln die Wissenschaftler noch immer.
Quelle: nasa.gov / jaxa.jp / granzwissenschaft-aktuell.de
