Der Krater nahe Crancas in Peru | Copyright: unbek.Carancas/ Peru – Nachdem in der Nacht auf den Sonntag ein noch immer unbekanntes feuriges Objekt in der peruanischen Provinz Chucuito einen Krater geschlagen hat, berichteten hunderte Anwohner von Kopfschmerzen und Übelkeit (wir berichteten). Während Mediziner diesen Symptomen zuerst skeptisch gegenüberstanden, werden nun immer mehr Details bekannt.
Der Direktor der Gesundheitsbehörde Jorge López Tejada schätze gegenüber der peruanischen Nachrichtenagentur Andina, dass, dass derzeit bis zu 200 Menschen aufgrund von Kopfschmerzen und Übelkeit behandelt werden: „Zwar gibt es bislang keine Besorgnis erregenden und wirklich ernsthaften Fälle, aber die von dem Objekt stammende Substanzen könnten sich längerfristig auf die Betroffenen auswirken – all das können wir erst in einigen Monaten sagen.“ Andere Quellen sprechen hingegen von bis zu 600 betroffenen Menschen.
Aufgrund der weitläufigen Flugbahn sollen nun auch Personen untersucht werden, die nicht in unmittelbarer Nähe zum Krater wohnen. Spezialisten aus Lima sollen die örtlichen Mediziner jetzt unterstützen.
Zunächst waren viele Wissenschaftler davon ausgegangen, dass die geschilderten Symptome primär psychosomatische Gründe, etwa den Aberglauben der Menschen, haben könnten. Da mittlerweile aber auch Tiere die Nahrungsaufnahme verweigern, ein Stier bereits gestorben ist und selbst Polizisten an den Symptomen leiden, nehmen die Mediziner die Erscheinungen nun doch ernst. Auch Wissenschaftler, die zuvor verneinten, dass von einem Meteoriten derartige Auswirkungen ausgehen können, suchen nun ernsthaft nach Erklärungen.
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Aufgrund des aus dem Krater austretenden starken Geruchs, der Kratzen im Hals-, Nasen- und Racheraum hervorruft, vermuten einige Forscher, dass bei dem Einschlag des Objektes doch giftige Ausdünstungen – etwa durch verdampfende Mineralien und Substanzen – freigesetzt wurden. Zumindest radioaktive Strahlung konnte vor Ort nicht gemessen werden.
Was den Krater in das peruanische Hochland gerissen hat, ist derweil immer noch unklar. Wissenschaftler glauben an einen gewöhnlichen Meteoriten. In diesem Fall könnten die Gase jedoch nicht von dem Himmelsgeschoss selbst stammen, da diese schon lange zuvor beim Eintritt in die Erdatmosphäre ausgestoßen werden und verdampfen.
Da bislang jedoch auch keine Trümmer oder Reste des eingeschlagenen Objekts gefunden wurden, bleibt Raum für Spekulationen, die von den einen vermutet und von anderen widerum ausgeschlossen werden. Sogar an dem Einschlagsereignis als solches zweifeln – trotz zahlreicher Augenzeugen – einige Kritiker und halten das Loch für das Resultat geologischer Aktivität.
Quellen: livinginperu.com / andina / bbc.co.uk / grenzwissenschaft-aktuell.de
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