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Mittwoch, 12. September 2007

Cassini-Mission: Nahaufnahmen von Staurnmond Iapetus

Bild vom Cassini-Vorbeiflug an Iapetus | Copyright: NASA/JPL/Space Science Institute

Washington/ USA – Die Raumsonde „Cassini“ von NASA und ESA hat am 10. September 2007 erfolgreich den Saturnmond Iapetus in nur 1000 Kilometer Entfernung passiert. Dabei gelangen sensationelle Detailaufnahmen des Mondes.

Detailansicht auf die Krateroberfläche von Iapetus | Copyright: NASA/JPL/Space Science Institute

Iaptetus ist der drittgrößte Mond des Saturn und wurde am 25. Oktober 1671 vom Namensgeber der aktuellen Mission Giovanni Cassini entdeckt. Besonders der nun auch auf de Bildern zu sehende gigantische Bergrücken, der dem Mond das Aussehen einer Walnussschale verleiht, stellt die Forscher vor ein Rätsel. Bis auf einige wenige Berggrade folgt der Bergrücken mit bis zu 13 Kilometern Höhe und 20 Kilometern Breite auf 1300 Kilometern Länge nahezu exakt dem Äquator des Mondes.

Weitere Bilder des Cassini-Vorbeifluges an Iapetus finden sie HIER

Wissenschaftler rätseln vor allem über die Frage, wie der Bergrücken entstanden ist. Tektonische Aktivitäten werden ebenso diskutiert, wie ein Riss in der Mondkruste, durch den flüssiges Material aus dem Innern des Mondes emporgetreten ist. Eine der exotischsten Theorien geht davon aus, dass es sich um die Reste eines abgestürzten Ring-Systems aus Gas oder Staub handelt. Neuste Theorien glauben, dass die heutige Form in der Jugenszeit des Mondes gebildet wurde, als der noch nicht gefrorene Himmelskörper zu stark rotiert habe.

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Wie der Gebirgszug entstanden ist, liegt noch im Dunkeln. Wissenschaftler halten vor allem zwei Theorien für möglich: Zum Einen hätte sich die Erhebung durch tektonische Vorgänge bilden können, also durch Auffaltung ähnlich wie die europäischen Alpen auf der Erde. Zum Zweiten könnte durch einen Riss in der Kruste des Mondes flüssiges Material aus dem Untergrund an die Oberfläche getreten sein und sich bis zum heutigen Erscheinungsbild angehäuft haben. Nach einer gänzlich anderen Hypothese (Wing-Huen Ip) handelt es sich um die Trümmer eines abgestürzten Ringes, der entweder ein Überrest der Gas- und Staubscheibe gewesen ist, aus der sich Iapetus gebildet hat, oder die Folge des Einschlags eines großen Asteroiden und des dadurch herausgeschleuderten Materials.

Quellen: nasa.gov / grenzwissenschaft-aktuell.de

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