Rekonstruktion des Indonyus | Copyright: nature.com / Carl BuellKashimir/ Indien – Wissenschaftler haben in Kashmir die 48 Milllionen Jahre alten fossilen Überreste eines hirschartigen Tieres gefunden, in dem sie den lange gesuchten Vorfahren der Wale sehen.
Wie Professor Hans Thewissen von der Anatomischen Fakultät der „Northeastern Ohio Universities College of Medicine“ im Fachmagazin „Nature“ schreibt, soll das fuchsgroße Tier, das auf den Namen Indonyus getauft wurde, hauptsächlich an land gelebt haben jedoch auf der Flucht vor Feinden ins Wasser abgetaucht sein. Zwar war bereits bekannt, dass die heutigen Meeresriesen von landlebenden Vierbeinern abstammen, doch bislang war das fehlende Bindeglied noch nicht gefunden.
Zwar hat der vegetarische Indonyus nur wenig von einem Wal, doch beim genauen Hinsehen zeigen sich gewisse anatomische Gemeinsamkeiten. Besonders die Schädelform gleicht frühen Walen. Da Indonyus viele Zeit im und unter Wasser verbracht hatte, haben sich seine Knochen verdickt um das Tier besser im Wasser zu halten.
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Hier, so glauben die Wissenschaftler, haben sich die Tiere in ähnlicher Weise bewegt wie heutige Flusspferde, die auch heute noch zur gleichen Tierordnung der Paarhufer zählen und – das haben DNA-Analysen gezeigt – die mit den Walen entfernt verwandt sind.
Auch wenn das postulierte Fluchtverhalten des Indonyus merkwürdig erscheinen mag, so gibt es auch heute noch Säugetiere wie das Afrikanische Hirschferkel, das auch als „Wassermoschustier“ bezeichnet wird. Auch dieses mini-hirschartige Paarhufer flüchten bei Gefahr ins Wasser.
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nature.com
