Anbau von Rutenhirse (Panicum virgatum) | Copyright: Public DomainLincoln/ USA – Laut eine Studie des „US Department of Agriculture's (USDA) Agriculture Research Service“ an der Universität von Nebraska, reduziert Biotreibstoff aus Rutenhirse die Kohlendioxidemissionen im Vergleich zu normalen Kraftstoff um bis zu 94 Prozent. Zudem ist seine Herstellung wesentlich energieffizienter.
Wie das Team um Dr. Ken Vogel in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“ darlegt, erzeugt das aus dem Präriegras erzeugte Ethanol 540 Prozent mehr Energie als zur Herstellung des Treibstoffs aufgewendet werden muss. Aus 0,4 Hektar Grasland können demnach rund 50873 Liter Bioethanol gewonnen werden.
Dabei unterscheidet sich die Studie von bisherigen durch ihre praxisbezogene Grundlage, die sich auf die Erfahrungen von ausgewählten Farmen über einen Zeitraum von fünf Jahren und nicht auf Statistiken, Hochrechnungen und Vermutungen berufen. Dadurch, so die Autoren, erkläre sich auch der positive Unterschied zu einer vorigen Studie, anhand der die Effizienz lediglich bei 343 Prozent liegt.
Der Vorteil bei Bioethanol aus Rutenhirse liegt dabei in der Tatsache, dass durch die Verbrennung des Biotreibstoffs in etwa die gleiche Menge an Kohlendioxid freigibt, wie die wachsenden Pflanzen bs zur Ernte absorbieren.
Kritiker führen hingegen zu Felde, dass die benötigten Flächen für den Grassanbau die vorhandenen Flächen für sonstige landwirtschaftliche Lebensmittelproduktion verdrängen und somit deren Preise und CO2-Aufwand in die Höhe treiben würden.
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Gegenüber der BBC erklärt Dr. Vogel, dass man in den USA durchaus die notwendigen Ackerflächen mit geringerer Qualität zur Verfügung stehen hätte, ohne dass diese mit den fruchtbaren Flächen für die Nahrungsmittelproduktion in Konkurrenz kommen würden.
Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / bbc.co.uk / pnas.org
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