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Freitag, 29. Februar 2008

NASA veröffentlicht neue hochauflösende Mondkarte

Radaraufnahme der südlichen Polregion des Mondes | Coypright: NASA

Denver/ USA - Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat eine neue Karte der Oberfläche des Mond-Südpols veröffentlicht. Diese übertrifft Vorgängerkarten an Genauigkeit um ein Vielfaches.

Die Karte wurde mit Bildern der NASA's Goldstone Solar System Radar Facility in der Mojave Wüste zusammengestellt und wird bisherige Karten der Mondsonde Clementine aus dem Jahr 1994 um das 50-fache übertreffen. "Es handelt sich um die höchstauflösendsten Aufnahmen, die je von der Südpolarregion des Mondes gemacht wurden", erläuterte Scott Hensley vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA im kalifornischen Pasadena, auf der dritten Space Exploration Conference in Denver.

Die Karte hat eine Auflösung von 20 Quadratmetern pro Pixel und Krater zeigen, die bis zu vier Mal tiefer sind, wie der Grand Cannyon. "Hier finden wir einige der faszinierendsten topografischen Merkmale im gesamten Sonnensystem", so JPL-Forscher Eric de Jong.

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Mit Hilfe der neuen Karte will die NASA unter anderem günstige Orte für zukünftige bemannte Landungen auf dem Erdtrabanten auskundschaften. Zudem beherbergen einige die Megakrater auch noch viele ungelöste Rätsel. Einige von ihnen sind beispielsweise so tief, dass noch nie ein Sonnenstrahl ihren Boden berührt hat. Somit vermuten die Wissenschaftler gerade hier mögliche Lagerstätten von Wassereis oder Lager gefrorenen Wasserstoffs. Beides wären wichtige Vorrausetzungen für den Betrieb einer permanenten Mondbasis.

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Allerdings kann auch die neue Karte keine neuen Aufschlüsse zur Diskussion um die Apollo-Mondlandungen und der angeblichen Verschwörung (die davon ausgeht, dass sämtliche Bilder in Studios auf der Erde und nicht auf dem Mond entstanden sind) beitragen, da die Auflösung mit 20 x 20 Metern pro Pixel noch immer zu gering ist. Um etwa die angeblich auf dem Mond verbliebenen LM-Landestufen zu erkennen, müssten die Auflösung bei unter 10 x 10 Metern pro Pixel liegen. Schon bald soll es allerdings durch die Aufnahmen der für kommenden Oktober angesetzten Mission des Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) noch bessere Karten geben, deren Kamera dann über eine Auflösung von 5 x 5 Metern verfügen wird. Man darf also gespannt sein...

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov / space.com

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