Alan Stern und Edward Weiler | Copyright: NASAWashington/ USA - Ohne eine bisherige Begründung hat der Chefwissenschaftler der NASA Alan Stern am Dienstag seinen Rücktritt eingereicht und sorgte damit für Verwunderung innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft.
NASA Direktor Mike Griffin hat umgehend Sterns bisherigen Vertreter Edward Weiler und bisherigen Direktor des Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt zum neuen Chef der wissenschaftlichen Programme der amerikanischen Raumfahrtbehörde ernannt
In einer E-Mail hatte Stern gestern seinen Rücktritt öffentlich gemacht: "Gestern (Dienstag) habe ich Mike Griffin meinen Rücktritt angeboten, den dieser nur ungern akzeptiert hat. Ich werde der NASA noch einige weitere Wochen zur Verfügung stehen. Es war mir eine Ehre der NASA und der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu dienen und mit Ihnen allen zusammen zu arbeiten. Ich möchte auch erklären, dass Mike und ich auch weiterhin in einem guten Verhältnis zueinander stehen. In meinen Augen bleibt er der beste Direktor, den die NASA jemals hatte."
(Original Wortlaut: “Yesterday I offered, and Mike Griffin reluctantly accepted, my resignation as associate administrator. I will remain at NASA for a few weeks. It’s been my privilege to serve the NASA and science community, and to work with you. I also want you to know that Mike and I remain on good terms. He remains in my eyes the best administrator NASA has ever had.” Quelle: nature.com)
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Beobachter spekulieren, dass Sterns Rücktritt mit den kürzlich bekannt gewordenen Finanzkürzungen der laufenden Mars-Missionen in Zusammenhang steht. Stern hatte Programmen die den Mars-Rovern "Spirit" und "Opportunity" Sparauflagen verordnet, um damit die zukünftige Rover-Mission "Mars Science Laboratory" zu sichern, die 2009 zum Roten Planeten starten soll. Unmittelbar darauf erklärte die NASA, dass diese Pläne nun doch nicht umgesetzt würden (wir berichteten 1, 2).
"Nature.com" zitiert den Direktor des "Lunar and Planetary Institute" in Houston mit einer noch drastischeren Einschätzung: Sterns Rücktritt zeige den starken Einfluss der Mars-Fraktion: "Man hat das deutliche Gefühl, dass hier irgendwer enormen Druck auf Alan ausgeübt hat (...)".
Quellen: nature.com / grenzwissenschaft-aktuell.de
