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Freitag, 18. April 2008

Asteroid Apophis: NASA dementiert angebliche Berechnungsfehler

Mögliche Einschlagszone von Apophis nach NASA-Berechnungen | Copyright: NASA

Washington/ USA - Gestern ging die sensationelle Meldung rund um die Welt: Ein 13-jähriger Schüler sollte die Bahnberechnungen des Asteroiden Apophis und dessen Einschlagswahrscheinlichkeit auf der Erde durch die Experten NASA von 1:45.000 auf 1:450 korrigiert haben (...wir berichteten). Jetzt hat die NASA der Meldung offiziell widersprochen, in der es auch hieß, man habe den Fehler eingestanden.

In der Pressemitteilung vom 16. April gab das Büro des "Near-Earth Object Program" (NEO) der NASA bekannt, dass man die Berechnungen und Werte der bisherigen Wahrscheinlichkeitseinschätzung nicht verändert habe und weiterhin von einer geringen Trefferwahrscheinlichkeit von 1:45.000 für einen Einschlag im Jahr 2036 ausgehe.

Zudem widerspricht die NASA den deutschen Pressemeldungen und einer AFP-Meldung, die die Story weltweit verbreitet hatte, dass man zu den Berechnungen von Nico Marquardts überhaupt kontaktiert worden sei.

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"Da der Asteroid dem Hauptgürtel der geosynchronen Satelliten nicht erreichen wird", bestehe entgegen den Ausführungen des Gymnasiasten kaum Gefahr, dass Apophis bei seiner Erdannäherung im Jahr 2029 mit einem geosynchronen Satelliten zusammenstoßen und dadurch seine Bahn verändern werde. Aus diesem Grund würde auch der bisherige Wahrscheinlichkeitswert auch weiterhin nicht verändert werden.

Auch die in einigen Pressemeldungen zitierten deutschen Astronomen Frank Stephan von der Universität Potsdam und Markus Landgraf von der Europäischen Weltraumbehörde ESA rudern zurück und bestätigen gegenüber Spiegel-Online, dass die Berechnungen von Nico Marquardt falsch seien. Sie zeigen sich "schwer verärgert, wie Boulevardjournalismus damit umgeht, wenn die Wahrheit nicht mit Sensationsmeldungen zusammenpasst", und fühlen sich von den Medienmeldungen "falsch zitiert", wenn sie als "Kronzeugen von Nicos Berechnungen" angeführt werden. "Ich hatte nie die Chance, Nicos Arbeit zu prüfen, da ich sie bis heute nicht erhalten habe", so Spahn, der sich sogar schon bei der NASA selbst entschuldigt habe, gegenüber dem Spiegel.

Trotz aller Medienkritik lässt auch das NASA-Statement Fragen offen - nämlich jene, ob und um welchen Faktor die bisherige NASA-Einschätzung (1:45.000) korrigiert werden müsste, sollte - wie Nico Marquardts Theorie dies darlegt - der Asteroid trotz geringer Wahrscheinlichkeit 2029 doch mit einem geostationären Satelliten zusammenstoßen? Eine entsprechende Anfrage bei der NASA durch Grenzwissenschaft-Aktuell.de wurde bis zum Redaktionsschluss dieser Meldung noch nicht beantwortet. Sobald wir eine Antwort erhalten, werden wir darüber berichten.

Zum Thema:

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov / spiegel.de


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Asteroid Apophis: 13-jähriger Schüler korrigiert Berechnungen der NASA
, 17. April 2008
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