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Freitag, 18. April 2008

Blumen für den Mond

"Mond-Tagetes" im Experiment | Copyright: N. Kozyrovska und I. Zaetz

Wien/ Österreich - Botanikern eines der europäischen Raumfahrtagentur ESA zuarbeitenden Projekts ist es gelungen, Tagetes-Blumen auf zerstoßenem, mondähnlichem Gestein zu züchten, ohne diese mit den normalerweise notwendigen Nähstoffen zu versorgen. Die Forschungen könnten eines Tages dazu beitragen, bemannte Mondbasen mit Nahrung und Sauerstoff zu versorgen.

>>> Anmerkung: In der ursprünglichen Version des Artikel war fälschlicherweise von "Ringelblumen" die Rede. Richtig ist, dass im Experiment Tagetes kultiviert wurden. <<<

Die Arbeit von Natasha Kozyrovska und Iryna Zaetz von der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Kiew wurde jetzt auf dem Treffen der "Europäischen Union für Geowissenschaften" (EGU) in Wien von Dr. Bernard Foing von "European Space Research and Technology Centre" (ESTEC) präsentiert.

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Im Experiment wurden die Tagetes in zerstoßenem Anorthositgestein, aus dem auch ein Großteil der Mondkruste besteht, gesät - entwickelten sich zu Beginn jedoch sehr schlecht. Durch die Hinzugabe von Bakterien fingen die Pflänzchen jedoch an, prächtig zu gedeihen. Offenbar extrahierten die Bakterien Inhaltsstoffe wie beispielsweise Kalium aus dem Gestein, welche für das Wachstum der Pflanzen förderlich sind.

Gegenüber der BBC erklärt Dr. Bernard Foing, dass es keinen Grund gäbe, warum ein ähnlicher Prozess nicht auch in Habitaten auf dem Mond gelingen könne.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / bbc.co.uk / esa.int / copernicus.org/egu
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