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Samstag, 7. Juni 2008

Japan: Stadt sucht Kryptiden Tsuchinoko

Statue eines Tsuchinoko | Copyright: Stray Sloth/GNU FDL

Itoigawa/ Japan – Für den 8. Juni hat das Tourismusbüro von Itoigawa in der Präfektur Niigata zu einer Jagd nach dem mystischen Wesen Tsuchinoko – einer Art stummelschwänzigen Schlange, die schon seit Jahrhunderten gesehen wird.

Tsuchinoko gehört neben dem menschartigen Hibagon, den Seeungeheuern Kusshii und Isshii, der Riesenschlange vom Berg Tsurugi oder dem Riesenwels Takitaro zu Japans populärsten mystischen Wesen, die immer wieder beobachtet werden sollen – den so genannten Kryptiden.

Das Reptilwesen soll – außer auf den Inseln Hokaido und Okinawa - in ganz Japan beheimatet sein. Das bis zu 80 Zentimeter große Tier habe einen stämmigen Körper, braune bis schwarze Haut und giftige Fänge. In einigen Berichten heißt es, Tsuchinoko könne bis zu einem Meter weit springen und gebe ein lautes und schrilles Quietschen von sich.

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Der älteste schriftlich überlieferte Bericht stammt aus dem siebten Jahrhundert und findet sich in den historischen Kojiki-Dokumenten diese "Aufzeichnungen alter Geschehnisse". Es beschreibt die Mythologie und Frühgeschichte Japans vom mythischen Zeitalter der Götter bis zur Zeit der Kaiserin Suiko (592–628) und diente zur damaligen Zeit in erster Linie der Legitimation des Herrscherhauses. Hierin wird dem Tsuchinoko auch die Fähigkeit des Sprechens, die Tendenz dabei zu Lügen und eine Vorliebe für Alkohol zugeschrieben.

Westlicher Blauzungenskink | Copyright: Miklos Schiberna

Skeptiker glauben, dass es sich bei Tsuchinoko um Verwechselungen Schlangen beim Verdauungsprozess größerer Beute oder exotischer Reptilien, wie etwa von Blauzungenskinken, die jedoch erst in den 1970er Jahren in Japan eingeführt wurden.

Einen ersten Einblick in die Welt der japanischen Kryptiden (auf Englisch) finden Sie HIER

Ausgeschriebene Jagden auf den Kryptid in Japan sehr beliebt und werden oft besonders zu touristischen Zwecken organisiert. Oft werden hierbei besonders hohe Geldsummen für ein lebend gefangenes Exemplar ausgelobt. Auch in Itoigawa winken dem möglichen Fänger 100 Millionen Yen – also rund eine Million Dollar.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / pinktentacle.com
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