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Sonntag, 20. Juli 2008

Roswell Kornkreis-Stein: Neue Untersuchungen

Die Vorderseite des Roswell-Artefakts im Detail | Copyright: Linda Moulton Howe

Portales/ USA - Da bei einem Computercrash die Daten der einstigen Analyse des Stein-Artefakts, das 2004 nahe Roswell in New Mexiko gefunden wurde und im Relief das Muster eines englischen Kornkreises aus dem Jahr 1996 zeigt (...wir berichteten), verloren gingen, wurde der Stein nun erneut am physikalisch-wissenschaftlichen Institut der "Eastern New Mexico University" untersucht.

Wie Linda Moulton Howe auf ihrer Homepage "Earthfiles.com" ausführlich berichtet, fand die Untersuchung durch den Geologen und Vorsitzenden des Instituts, Professor Dr. James Constantopoulos statt, der den Stein schon 2005 untersucht hatte.

Dr. James Constantopoulos bei der Untersuchung des "Kornkreis-Steins" | Copyright: Linda Moulton Howe

Der schokoladenfarbene, leicht rötliche dunkle Stein misst 5 x 4,3 Zentimeter im Durchmesser und wiegt genau 50,78 Gramm. Im Gegensatz zum Kornkreismuster sind jene Elemente, die 1996 im Feld bei Liddington Castle niederlegt waren, auf dem Stein erhaben, während die einst im Feld gestandenen Teile vertieft sind. Es handelt sich also sozusagen um die Negativ-Form des Kornkreismusters.

Der am 2. August 1996 unterhalb von Liddington Castle entdeckte Kornkreis | Copyright: W.Anderhub/A.Müller / kornkreise-forschung.de

Die Rückseite des Steins | D.Ziegelmeyer/ufonut.com

Zuerst wurde die Struktur des Steins unter dem Mikroskop untersucht. Dabei zeigte sich, dass es sich bei den kreisrunden Löchern auf der Rückseite wahrscheinlich um natürliche Ausbrüche aus dem Gestein handelt.

Der Umstand, dass der Stein magnetisch ist, spricht für Magnetit als Teil seiner Zusammensetzung, dies wurde später auch durch eine rötgenspektroskopische Analyse bestätigt.

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Ungewöhnlich erscheint jedoch weiterhin das Verhalten des Steins, der mittels eines Stabmagneten zum Rotieren gebracht werden kann. Platziert man den Magneten über dem oberen Teil des Kreismusters, so rotiert der Stein gegen den Uhrzeigersinn. Im Gegensatz dazu dreht er sich im Uhrzeigersinn, wenn der Stabmagnet über den unteren Teil des Musters auf der flachen Seite des Steins gehalten wird.

HIER finden Sie ein Video dieses Verhaltens, das auch im Labor von Dr. Constantopoulos demonstriert werden konnte.

Constantopoulos nimmt an, dass dieses Verhalten jedoch auch mit der Form des Steins und unterschiedlicher Positionierung des Magneten in Zusammenhang stehen könnte.

Hingegen zeigt sich der Geologe sehr viel mehr von dem Muster beeindruckt, das aus dem Stein hervortritt. "Der Stein weist keine Merkmale einer mechanischen Herstellung des Musters auf. Auch gibt es keine Spuren von ungewöhnlich Erhitzung - etwa durch Laser. (...) Das Muster erscheint mir auch nicht von Hand angefertigt worden zu sein. Dafür ist es zu exakt und der Stein wiederum zu hart. Mit einer Maschine könnte man so etwas erreichen, aber hierfür gibt es auf dem Stein keine Anzeichen."

Zudem handelt es sich bei dem eisenreichen Sandstein um ein besonders hartes Material, das nur sehr schwer zu bearbeiten ist, so Constantopoulos: "Es gibt hunderte von natürlichen Materialien, auch Gesteinsarten, die einfacher zu bearbeiten wären. Gerade in der Gegend des Fundortes gibt es jede Menge von Alabaster, der verhältnismäßig einfach zu bearbeiten ist - das wäre die sehr viel logischere Wahl gewesen."

Auch gibt es zwischen jenen Teilen, die das Muster ausmachen und der Oberfläche des sonstige Steins keine Unterschiede - es handelt sich also um ein aus einem Stück bestehendes, bzw. gefertigtes Artefakt.

Constantopoulos selbst habe während seiner ganzen Karriere als Wissenschaftler noch nie ein vergleichbares Artefakt gesehen oder davon gehört. "Eigentlich ist es ein ganz normaler Stein - wenn da nicht das Muster wäre. Das macht ihn wirklich besonders. Um dieses zu erzeugen, wurde sehr viel Mühe, Sorgfalt und Wissen aufgewendet. Dieser Stein versetzt mich tatsächlich ins Grübeln."

Abhängig von der Zustimmung des Finders, möchte der Geologe weitere Analyseverfahren anwenden, um mehr über den mysteriösen Stein zu erfahren. Das Problem dieser Verfahren liegt jedoch darin, dass hierzu der Stein zumindest teilweise beschädigt werden muss.


Für den Fall, dass Ridges einer solchen Prozedur nicht zustimmt, da selbst Constantopoulos nicht ausschließen kann, dass dabei auch das Muster beschädigt werden könnte, soll nun das magnetische Verhalten des Steins eingehender geophysikalisch untersucht werden.

Das gesamte Interview mit Dr. Constantopoulos und weitere ausführliche Details der Analyse finden sie HIER

Bildergalerie: Der Kornkreis von Liddington Castle, 2. August 1996

Panoramaansicht des Feldes, im Hintergrund ein weiterer Kornkreis | Copyright: lucypringle.co.uk

Der Kornkreis im Detail | Copyright: lucypringle.co.uk

Detailaufnahme: Mehrschichtig übereinander platzierte Lagen niedergelegter Pflanzen bildeten das Muster des Kornkreises im Feld | Copyright: lucypringle.co.uk

Weitere Details am Boden | Copyright: Robert Seight

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Kontroverse um Kornkreis-Artefakt von Roswell, 18. Juli 2008

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Quellen: earthfiles.com / grenzwissenschaft-aktuell.de
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