https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Dienstag, 1. Juli 2008

Studie zur Wirkung halluzinogener Pilze

Archiv: Zauberpilze | Copyright: Patrick Ullrich/GNU FDL

Baltimore/ USA – Die Einnahme sogenannter "Zauberpilz" mit halluzinogener Wirkung, kann zu lang anhaltenden gesteigerten spirituellen Erfahrungen führen, so eine Studie an der "Johns Hopkins University". Dennoch sei der Konsum nur unter medizinischer und psychologischer Führung zu empfehlen.

Wie die Forscher im "Journal of Psychopharmacology" schildern, hätten die Mehrzahl der 36 Probanden einer Studie aus dem Jahr 2006, in der den Teilnehmer unter kontrollierten Bedingungen das in den Pilzen enthaltene und für die halluzinogenen Zustände verantwortliche Psilocybin verabreicht wurde, die Wirkungen als positiv beschrieben.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

Noch 14 Monate nach Einnahme der Substanz, beschrieben die Probanden, dass die Erfahrungen ihre Lebenswahrnehmung positiv beeinflusst habe. "Viele der Freiwilligen schauen auf die Experimente zurück und stufen diese in die Reihe der bedeutendsten und spirituellsten Erfahrungen ihres Lebens ein", erklärt Dr. Roland Griffiths, der die Studie am "Department of Psychiatry and Behavioral Sciences and Neuroscience" leitete.

Zugleich warnen die Forscher jedoch vor unbedarftem Konsum und empfehlen jedoch strenge Richtlinien für den Umgang mit den bewusstseinsverändernden Drogen, da eine unbedarfte und unüberwachte Einnahme zu schweren mentalen Schäden führen könne.

Bei Psilocybin handelt es sich um ein sogenanntes Indolalkaloid aus der Gruppe der Tryptamine, welches in einigen Pilz-Arten vorkommt, insbesondere der Gattung Psilocybe, die als "Magic Mushrooms", "Zauberpilze" oder kurz "Psillos" bekannt sind. Ihr Konsum bewirkt Halluzinationen, die denen von LSD ähneln, in der Regel jedoch kürzer und weniger intensiv sind. Besonders in den schamanische Traditionen kamen und kommen entsprechende Pilze zur Herbeiführung übernatürliche Wahrnehmung und Trancezuständen zu Einsatz.

Die Studie selbst empfiehlt den kontrollierte Einsatz der Substanzen unter anderem zur psychologischen Behandlung von Depressionen bei Todkranken Patienten.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / jhmi.edu / eurekalert.org
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE