Sarah Palin | Copyright: Tricia Ward / GNU FDLLos Angeles/ USA - Sie gilt als Trumpf von Senator John McCain im Kampf um das Weiße Haus in Washington - die republikanische Kandidatin um das Amt der US-Vizepräsidentin, Sarah Palin. Nicht zuletzt spielen im US-Wahlkampf auch die religiösen Überzeugungen der Anwärter eine wichtige Rolle. Genau für diese steht Palin jetzt auch in der Kritik. Ihre Gegner werfen ihr extreme kreationistische Glaubensansichten vor.
Wie die "Los Angeles Times" berichtet, behauptet Phillip Munger, der an der "University of Alaska" in Anchorage Musik lehrt und für seinen Palin-kritischen, liberal-politischen Blog "Progressive Alaska" bekannt ist, dass Sarah Palin als einstige Bürgermeisterin von Wasilla (1996-2002) ihm gegenüber die Ansicht vertreten habe, dass Menschen und Dinosaurier einst gemeinsam die erst vor 6000 Jahren erschaffene Erde bewohnt hätten. Als Beweis für diese Aussage, soll die Politikerin auf versteinerte Fußabdrücke verwiesen haben, die menschliche und Dinosaurierspuren in der gleichen Gesteinsschicht zeigten.
Beide Theorien, jene der erst 6000 Jahre jungen Erde und dem Nebeneinander von Mensch und Dinosauriern, sind grundlegende und populäre Thesen bibelgläubiger Kreationisten, welche die Evolutionstheorie grundlegend ablehnen und dafür plädieren, die biblische Schöpfungsgeschichte gleichwertig neben - oder sogar statt - der Evolutionstheorie an Schulen und Universitäten zu diskutieren und zu lehren.
Palin hatte sich während ihres Wahlkampfes um das Gouverneursamt für die Lehre des so genannten "Intelligent Design", eine abgemilderten Variante des Kreationsimus, welche die Evolution zwar anerkennt, jedoch auch hinter ihr das Wirken und den Plan eines intelligenten Gottwesens zu erkennen glaubt, eingesetzt. Später hatte sie diese Forderung jedoch nicht weiter verfolgt.
Palins politischer Sprecher, Bill McAllister, hat indes erklärt, er habe von seiner Chefin noch nie derartige Behauptungen über Dinosaurier, Menschen und das vermeintliche Alter der Erde gehört. Im Gegenteil - die Kandidatin bevorzuge es, Glaubensfragen nicht in der Öffentlichkeit zu diskutieren.
Quellen: latimes.com / grenzwissenschaft-aktuell.de
