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Freitag, 28. November 2008

Chancen für belebte Exowelten gestiegen: Süßer Lebensbaustein außerhalb des galaktischen Zentrums entdeckt

Die IRAM-Radiointerferometer-Anlage auf dem Plateau de Bure | Copyright: iram.fr

London/ England - Mit der Radiointerferometer-Anlage in den französischen Alpen haben Wissenschaftler des Instituts für Radioastronomie im Millimeterbereich (IRAM) organische Zuckermoleküle, die als Bausteine des Lebens gelten, erstmals auch außerhalb des galaktischen Zentrums unserer Milchtrasse nachgewiesen. Die Region gilt gleichzeitig unter Planetenforschern als Gegend, in der es bewohnbare Exoplaneten geben könnte.

Glycolaldehyd im Molekülmodell | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Der einfache Zucker Glycolaldehyd, ein Monosaccharid, das mit der Verbindung Propenal (einem Aldehyd der Acrylsäure) zu Ribose reagieren kann - die wiederum einen Grundbaustein der Ribonukleinsäure (RNA), dem zentralen Molekül für die Entstehung von Leben, bildet - wurde bislang nur in der Nähe des Zentrums unserer Galaxie entdeckt, wo extreme und nach irdischen Maßstäben lebensfeindliche Bedingungen vorherrschen.

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Im Spektrum der untersuchten Radiostrahlen aus der sternebildenden und rund 26.000 Lichtjahre von der Erde entfernten Region, wurden die Forscher um Serena Viti vom University College in London nun fündig: "Dies ist eine bedeutende Entdeckung. Es ist das erste Mal, dass Glycolaldehyd, ein grundlegender Zucker, in einer Sternenbildungsregion entdeckt wurde, in der potenziell lebensfreundliche Planeten existieren könnten", erklärt Viti.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Produktion dieses Schlüsselbestandteil des Lebens auch in der sonstigen gesamten Milchstrasse wesentlich häufiger vorkomme als bislang vermutet und sich somit die Chancen auf die Existenz weitere belebter Planeten um ein Vielfaches erhöhen. Ihre Forschungsergebnisse wird Viti ausführlich im Fachmagazin "Astrophysical Journal Letters" veröffentlichen.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / scitech.ac.uk

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