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Freitag, 12. Dezember 2008

Archäologen finden Englands ältestes Menschenhirn

Im CT-Scan wird das geschrumpfte und konservierte Hirn im Innern des Schädels sichtbar | Copyright: York Archaeological Trust

Heslington East/ England - Bei Ausgrabungen in der englischen Grafschaft Yorkshire haben Archäologen im Innern Schädels eine gelbe, kleine aber hirnförmige Substanz entdeckt, die sich als geschrumpftes Gehirn herausstellte. Damit handelt e sich um das älteste menschliche Gehirn, das jemals auf englischem Boden gefunden wurde.

Da das Fettgewebe des Gehirns normalerweise von Mikroben im Boden zersetzt wird, glauben die Archäologen und Neurologen vom York Archaeological Trust (YAT) und der York University (YU), dass es sich um eine ungewöhnliche Art von Fossilierung handelt.

Weitere CT-Scans des Schädels | Copyright: York Archaeological Trust

Der rund 2000 Jahre alte Schädel aus der späten Römerzeit wurde bei Ausgrabungen einer bäuerlich geprägten Kulturlandschaft gefunden, deren Alter die Archäologen auf mindestens 2300 Jahre datieren. Da der Schädel einzeln in einer Grube begraben wurde, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass es sich um eine rituelle Opfergabe handelt.

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Zudem wird vermutet, dass das Hirn auf eine bislang noch unbekannte Weise behandelt und somit konserviert wurde. Wie es zu der Erhaltung der Hirnmasse gekommen ist, sollen nun weitere Untersuchungen zeigen.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / york.ac.uk / yorkarchaeology.co.uk


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