Beherbergt die Mars-Region Nili Fossae außerirdisches Leben? | Copyright: NASA/JPL/University of ArizonaWashington/ USA - Der Nachweis erhöhter Methankonzentrationen an bestimmten Orten des Rote Planeten ("Grenzwissenschaft-Aktuell.de" berichtete bereits Ende Oktober 2008, s. "Links" u.) lässt Wissenschaftler rätseln, ob es sich um das Produkt geologischer Aktivität oder aber von lebenden Mikroben im Marsboden handelt. Für den heutigen Abend hat die NASA eine hochrangig besetzte Pressekonferenz angesetzt, auf der die Entdeckungen diskutiert worden sollen. Einige Beobachter erwarten sogar, dass hier offiziell der Nachweis für Leben auf dem Mars bekannt gegeben werden könnte.
Schon 2004 wurde die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass es sich um von Lebewesen erzeugtes Methan handeln könnte. Später wurde diese Theorie jedoch wieder verworfen, da man glaubte, dass das Gas hierfür zu gleichmäßig in geringen Mengen über den Planeten verteilt sei.
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Neue Daten vom Mars zeichnen nun jedoch ein anderes Bild. Wie Michael Mumma vom "Goddard Space Flight Center" der NASA auf einem Treffen von Planetenforschern darlegte, konzentriere sich das Gas in einer Handvoll Hotspots auf dem Planeten, so etwa in der Mars-Region Nili Fossae (s. Abb.). Um diese Punkte mit erhöhter Methankonzentration breiten sich die Methanwolken hunderte von Kilometer weit aus und lösen sich innerhalb nur eines Jahres auf - in einer wesentlich kürzeren Zeit also, als atmosphärisches Methan, das für diesen Prozess etwa 300 Jahre benötigt, wenn es vom Sonnenlicht zersetzt wird.
"Wenn das Methan derart schnell zersetzt wird, bedeutet dies, dass es in deutlich höheren Raten produziert werden muss, als bislang geglaubt", so Mumma.
Während einige Forscher glauben, dass das Methan auch durch bislang unbekannte vulkanische Prozesse freigesetzt werden könnte (Anm. d. red.: Auf dem Mars sind bislang keine aktiven Vulkane bekannt. Einige Forscher vermuten hingegen, dass Vulkane wie Olympus Mons oder die Tharsis-Vulkane), sehen andere Wissenschaftlern in den Daten einen eindeutigen Hinweis auf einen biologischen Ursprung - zumal in jenen Regionen mit erhöhtem Methanvorkommen auch Wasserdampf und somit eine Grundvoraussetzung für Leben, wie wir es auf der Erde kennen, nachgewiesen werden konnte.
HINWEIS: Noch am heutigen Abend werden wir ausführlich über die Pressekonferenz berichten...
>>>WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA<<<
Wissenschaftsstreit: Kontroverse um mögliche Mars-Fossilien26. November 2008
Leben auf dem Mars?22. Oktober 2008
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov
