Die Nofrete-Büste im Alten Museum zu Berlin | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.deBerlin/ Deutschland - Mittels einer Computertomografie der weltberühmten Büste der Gemahlin von Pharao Echnaton, haben Forscher ein zweites Antlitz der Nofretete unterhalb der äußeren Gipsschicht entdeckt, das als Grundlage für die Modellierung der äußeren Gesichtszüge diente.
Das Team um Alexander Huppertz vom Imaging Science Institute der Berliner Charité hatte die Büste eigentlich durchleuchtet, um mehr über die Techniken der altägyptischen Bildhauerkunst zu erfahren. Hierbei zeigte sich, dass das unter der Oberfläche verborgene Gesicht der Nofretete ("die Schöne ist gekommen"), in den Kalksteinkern gemeißelt wurde und sozusagen als Grundform für die weitere Ausarbeitung des Kunstwerks diente, das abschließend mit Gips überzogen und mitsamt der markanten Krone ausmodelliert wurde. Die Ergebnisse der Analyse hat das Team in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Radiology" veröffentlicht.
Titelblatt der aktuellen Ausgabe von "Radiology" (Volume 251, Issue 1, April 2009) | Copyright: radiology.rsnajnls.orgIm Gegensatz zu dem allseits bekannten, einäugigen Antlitz der Nofrete-Büste, zeigt die Grundversion das Gesicht der Pharaonengatting nicht ganz so vorteilhaft wie die ausgearbeitete Oberflächenversion. Obwohl ebenfalls symmetrisch und filigran ausgearbeitet, liegen die Augenwinkel tiefer, Mund und Wangen zeigen Falten, die Wangenknochen sind weniger prominent und der Nasenrücken weist eine leichte Unebenheit auf.
Die Ergebnisse der Durchleuchtung sollen nun dabei helfen, zukünftige Schäden an der 3300 Jahre alten Büste verhindern und beheben zu können.
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / rsna.org / radiology.rsnajnls.org
