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Dienstag, 11. August 2009

Himmelslaternen: Auch Schleswig-Holstein verbietet "falsche UFOs"

Himmelslaternen (Illu.) | Copyright: grenzwissneschaft-aktuell.de

Kiel/ Deutschland - "Romantisch aber zu gefährlich", so beschrieb der Innenminister Schleswig-Holsteins am vergangenen Donnerstag sogenannte Himmelslaternen, durch einen kleinen Brandsatz befeuerte Miniaturheißluftballons, wie sie nicht nur immer wieder für Verwechselungen mit UFOs führen, sondern auch bereits beachtliche Schäden, Verletzungen und sogar einen tragischen Todesfall verursacht haben. Nach zahlreichen anderen Bundesländern verbietet nun auch Schleswig-Holstein die "falschen UFOs".

Wie Innenminister Rainer Wiegard in Kiel mitteilte, dürfen so genannte Himmelslaternen in Schleswig-Holstein ab dem 28. August 2009 nicht mehr aufsteigen. Dann tritt auch im nördlichsten Bundesland ein landesweites Verbot der Himmelslaternen Kraft. In der Zwischenzeit können die Kommunen ein entsprechendes Verbot für ihr Gebiet aussprechen. Wer gegen die neue Verbotsverordnung verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 10.000 Euro geahndet werden kann.

"Die Brandgefahr ist zu groß und die Risiken sind nicht abzuschätzen", begründete Wiegard seine Entscheidung. Die Laternen seien nicht zu steuern. Selbst wenn man sie gemäß den Bestimmungen verwende, gehe von der offenen Wärmequelle der Lampions eine erhebliche Brandgefahr aus. Bei Schleswig-Holsteins Nachbarn in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern gilt bereits ein entsprechendes Verbot; in Hamburg steht ein Verbot kurz bevor.

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Damit folgt nun auch Schleswig-Holstein ähnlichen Verboten in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen Anhalt. Auch im sonstigen Bundesgebiet muss normalerweise durch einen formlosen Antrag an die Deutsche Flugsicherung eine Freigabe für den Aufstieg der Laterne(n) eingeholt werden, was jedoch in der Regel meist nicht geschieht und schon in vielen Fällen schwerwiegenden Folgen mit sich zog.

Trauriger Höhepunkt der von den Himmelslampions verursachten Brände war der Verbrennungstod eines zehnjährigen Jungen zu Pfingsten 2009 bei einem Wohnungsbrand in Siegen. Hier hatte eine von einer Festgesellschaft gestartete Himmelslaterne in der Luft Feuer gefangen und war kurz darauf auf einen Wintergarten gestürzt. Das Kind schlief in einem darüber gelegenen Zimmer konnte nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.

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HINWEIS DER REDAKTION: Da auch wir gegen das illegale und unkontrollierte Starten von Himmelslaternen sind, haben wir uns bemüht, Werbeanzeigen, die den Verkauf der Himmelslaternen anpreisen, durch das Filtersystem zu unterbinden. Leider ist das diesbezügliche Angebot jedoch offenbar zu groß, um entsprechende Anzeigen zu vermeiden. Wir bitten Sie diesbezüglich um Verständnis.
Bitte lassen Sie Himmelslaternen - wenn überhaupt - nur mit offizieller Genehmigung starten, da erhöhte Feuergefahr besteht!

Quellen:grenzwissenschaft-aktuell.de / schleswig-holstein.de
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