Archiv: Porträt der Töchter von Catulle-Mendès am Klavier, von Pierre-Auguste Renoir | Copyright: Public DomainLondon/ England - Das Erlernen eines Instruments fördert das Gedächtnis von Kindern und trägt positiv zu deren Benehmen und Intelligenz bei. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der University of London im Auftrag der britischen Regierung.
Die Untersuchung unter Susan Hallam vom "University of London’s Institute of Education" belegt, dass das Erlernen eines Musikinstruments die linke Hirnhälfte vergrößert und somit der Erinnerungsfähigkeit von Schülern um fast 20 Prozent steigert. Hinzu könne der Musikunterricht den Intelligenzquotienten (IQ) der Kinder um bis zu sieben Punkte steigern - Theaterunterricht bewirkt lediglich eine Steigerung von 4,3 Punkten.
Ähnliche Studien in den USA hatten zuvor gezeigt, dass sich der Musikunterricht auch positiv auf das Verhalten von Kindern auswirkt. Laut Hallam kann dies auf dem Umstand zurückgeführt werden, dass das gemeinsame Erlernen und Einstudieren von Musik von den Kindern Vertrauen, Respekt und Kompromissfähigkeit erfordert.
Aufgrund der Studienergebnisse will das britische Ministerium für Kinder, Schule und Familie (Department for Children, Schools and Families) die Anzahl der kostenfreien musikalischen Angebote für Kinder von sieben bis elf Jahren bis 2011 verdoppeln. Bislang erlernen mehr als die Hälfte der Grundschüler in Großbritannien ein Instrument. Schon 2010 ruft das Ministerium das Jahr der Musik aus.
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / dcsf.gov.uk / timesonline.co.uk / guardian.co.uk
