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Freitag, 11. September 2009

Nachgemeldet: Zwei weitere Kornkreise in Deutschland

Saarbrücken/ Deutschland - Zwar sind die meisten Getreidefelder in Europa bereits abgeerntet und die hiesige Kornkreissaison fast schon zu Ende, doch ausruhen können Kornkreisforscher noch nicht: Weiterhin werden Kornkreise aus anderen Ländern wie etwa Kanada gemeldet (...wir berichteten) und auch aus Deutschland gibt es "Neues" zu berichten, wenn zwei bislang nicht bekannte Kornkreisformationen nachgemeldet wurden.

Wie der deutsche Kornkreisforscher und Sachbuchautor Andreas Müller auf seiner Internetseite "kornkreise-forschung.de" berichtet, wurden nun zwei weitere deutsche Kornkreise nachgemeldet, leider erst, nachdem die Erntearbeiten schon abgeschlossen waren.

Zum einen handelt es sich um einen Yin-Yang-förmiges Muster in einem Weizenfeld zwischen Gertenbach und Hübenthal im nördlichen Hessen, in unmittelbarer Nähe zur Grenze zu Südniedersachsen. Entdeckt wurde dieser Kornkreis schon am 26. Juli 2009.

Luftbild 2009: Kornkreis zwischen Gertenbach und Hübenthal | Copyright: HNA.de

Grafische Rekonstruktion, Gertenbach 2009 | Copyright: A. Müller, kornkreise-forschung.de

Bislang, so Müller, lägen keine Information über die Formation am Boden vor. Geometrisch gleiche sie jedoch in auffälliger Weise einem Kornkreis des Vorjahres, der am 7. Juli nahe dem unweit gelegenen Sudheim in Niedersachsen gefunden wurde. Auch das in diesem Jahr (2009) bedachte Feld hatte schon einmal einen Kornkreis: am 3. Juli wurde hier 2007 ein blütenförmiges Muster entdeckt (...wir berichteten)

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Luftbild 2008: Kornkreis bei Sudheim | Copyright: Stefan Rampfel, goeflug.de

Erneut weist Müller in seiner Meldung zum Kornkreis bei Gertenbach darauf hin, dass "die geometrische Formensprache sich in eine Reihe bisheriger Kornkreise in dieser Gegend, in der nachweislich auch Fälscher aktiv sind, einreiht (s. 2008)." Dennoch reiche dieser Umstand alleine natürlich noch nicht aus, um jeden hier entdeckten und zukünftig noch entstehenden Kornkreis a priori als Fälschung abzutun. "Dennoch ist es sicherlich wichtig, diese Tatsachen zumindest im Hinterkopf zu behalten, wenn die hiesigen Kornkreise eingeordnet werden sollen", so Müller.

Am Morgen des 2. August 2009 wurde dann in einem Feld in der Nähe des "Sonnenhangs" von Illschwang in der bayrischen Oberpfalz eine weitere neue Kornkreisformation entdeckt.

Wie die "Sulzbach-Rosenberger Zeitung" (SRZ) berichtet, war das Feld am Abend zuvor noch völlig normal gewesen und zitiert hierbei den das Feld besitzenden Landwirt Bernd Ibler aus Ödputzberg. "Hinweise kamen von einer Jugendgruppe aus Altdorf, die in der Nähe ein Zeltlager aufgebaut hatte: Als die jungen Leute am Sonntagmorgen zur Kirche gingen, wurden auch sie auf die Kornkreise aufmerksam", berichtet die SRZ.

Aufnahmen vom Feldrand noch kurz vor der Ernte | Copyright: Norbert Weis /freier Pressemitarbeiter des "Neuen Tags" in Weiden

Grafische Rekonstruktion, Illschwang 2009 | Copyright: A. Müller, kornkreise-forschung.de

"Am Anfang sind wir völlig baff gewesen, als wir das Gebilde in unserem Weizenacker sahen", so die Bäuerin. "In die Verwunderung mischte sich Ärger, weil das Getreide im Bereich der Kreise völlig niedergetrampelt war. Daraus ließ sich kein Ernteertrag mehr erzielen. (...) Das Weizenfeld erstreckt sich ungefähr auf eine Gesamtfläche von ca. acht Tagwerk. Davon wurde durch die Aktion etwa ein Tagwerk unbrauchbar." (Ein "Tagwerk" entspricht rund 3408 Quadratmetern.)

Das Feld selbst liegt laut SRZ (oberpfalznetz.de) in einer Talsenke und der Kornkreis war von der Autobahnabfahrt aus recht gut zu sehen.

Geometrisch handelt es sich um vier linear angeordnete kleiner werdende Kreise, die jeweils durch Pfade miteinander verbunden sind. Zwischen dem größten und den zweiten Kreis befindet sich ein dreieckiges Muster und zu dessen beiden Seiten je ein Symbol: Zum einen ein kurzer gerader Pfad und zum anderen ein annähernd D-förmiges Gebilde. Anhand der wenigen zur Verfügung stehenden Aufnahmen entsteht jedoch ein eher ungenauer Eindruck der Kornkreisformation.

Noch bevor der Kornkreis von Illschwang von Forschern begutachtet werden konnte, wurde er Ende August abgeerntet. Der Bericht über den Kornkreis selbst folgte erst einige Tage später.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / kornkreise-forschung.de
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