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Dienstag, 16. Februar 2010

Erfahrungsbericht: Spukphänomene bei Geister-Tour?

Schloss Fürsteneck in Niederbayern | Copyright: spuknacht.de

Fürsteneck/ Deutschland - Im vergangenen April fand die erste "Spuknacht" auf Schloss Fürsteneck statt, bei der 12 interessierte und möglichen Spukerscheinungen gegenüber aufgeschlossene Gäste, das bis ins 12. Jahrhundert zurückreichende Gemäuer erkundeten. Laut den Organisatoren des Spuk-Events sei es tatsächlich zu persönlichen Erfahrungen aber auch dokumentierten Phänomenen gekommen.

"Einige Mitglieder der Gruppe 1 hatten ein unheimliches Erlebnis in einem der Räume des Eiskellers. Es handelt sich dabei um denselben Raum, in dem mehrmals auch der Kamerascheinwerfer von alleine ausgegangen ist und ein unheimliches Heulen zu hören war", so die Organisatoren von "Spuknacht.de" gegenüber "grenzwissenschaft-aktuell.de".

"Zwei Damen aus dieser Gruppe standen in einer Ecke des kleinen Raumes, ein Temperaturmessgerät und ein EMF-Gerät zu Füßen, deren Anzeigen stetig beobachtet wurden, als plötzlich die Temperatur um ein Grad abfiel. Es wurde spürbar kälter im Raum und sie fühlten, dass sie von hinten beobachtet wurden, so als würde jemand direkt hinter ihnen stehen."

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Hinzu beschrieben die Zeuginnen das plötzlich einsetzende Gefühl, als strömte eine starke Energie wie ein Stromstoß durch ihre Körper: "Es war, als würde etwas durch uns hindurchgehen." Dieses Gefühl sei in mehren Wellen aufgetreten und habe einige Minuten angedauert, bis es ganz plötzlich wieder verschwand und die Temperatur wieder auf die Ausgangswerte anstieg. Bei einem zweiten, späteren Besuch im Eiskeller konnte allerdings keine vergleichbaren Vorkommnisse festgestellt werden, so die Organisatoren. Bemerkenswert sei jedoch auch gewesen, dass einige Mitglieder der zweiten Gruppe sich ohne Vorkenntnisse der in dem Raum geschehenen Ereignisse weigerten, diesen zu betreten.

Blick in den Eiskeller von Schloss Fürsteneck | Copyright: spuknacht.de

"Andere Erlebnisse betrafen unerklärliche Schritte auf dem Gebälk des Dachbodens, die sich langsam näherten, eine Kurbel-Taschenlampe, deren Energie ständig 'abgesaugt' wurde und nicht mehr funktionierte, ein Tonbandgerät, das selbst nach dreimaligem Wechseln der Batterien nicht mehr reagierte", erklärt das Spuknacht-Team. Alle betroffenen Geräte hätten nach der Veranstaltung wieder tadellos funktioniert.

Auf dem Dachboden des Schlosses versuchten sich im Verlauf der Veranstaltungen einige Teilnehmer dann an einem Geisterkontakt mittels eines Ouija-Bretts. Hierbei habe dieses Verfahren die Anwesenheit einer "Person" angezeigt, deren Name mit "S" beginne und zum Zeitpunkt des vermeintlichen Todes 21 Jahre alt war. "Wie dieses Ergebnis allerdings tatsächlich zu bewerten ist, ist schwer zu sagen, da bei derartigen Praktiken unbewusste Muskelzuckungen der Teilnehmer nicht ausgeschlossen werden könnten", so die Organisatoren.

Die zweite Veranstaltung am 1. August sei hingegen "sehr ruhig" verlaufen. Lediglich während der Ouija-Brett-Sitzung habe sich ein gewisser "Josef Rito" oder "Rifto" zu Wort gemeldet.

Während der "Spuknacht" am 26. September 2009 sei es hingegen zu einer Vielzahl "persönlicher Erlebnisse" der Teilnehmer gekommen. "Personen aus zwei verschiedenen Gruppen sahen mehrmals kleine blaue Lichtphänomene im Verließ, vor allem in der Nähe des Nähe des Gitters. Hinzu wurden immer wieder auch Schritte gehört. (...) Eine dritte Gruppe war Zeuge eines plötzlichen Energie-Abfalls bei einer Taschenlampe und beim Kameralicht im Eiskeller. Die Geräte funktionierten übrigens danach wieder tadellos. In der zweiten Gruppe hatte ebenfalls jemand Probleme mit der Batterie des Windmessers im Eiskeller."

Bei Experimente mit dem "schreibenden Tisch" zeigten sich bei zwei Gruppen interessante Erlebnisse: "Gruppe 1 sagte dabei 'wenn du willst, dass wir gehen, male einen langen geraden Strich, wenn du willst, dass wir bleiben, male einen Kreis.' Daraufhin wurde ein deutlicher Kreis gemalt. Als direkt danach Gruppe 2 an dem Tischchen saß, wurde ein energischer langer gerader Strich gemalt, der sogar etwas über das Papier hinausging - und dies ohne Vorkenntnisse des vorangegangenen Erlebnisses." Bei Versuchen mit dem Ouija-Brett auf dem Speicher hätten sich hingegen nur schwache Erfolge gezeigt: Auf die Frage "wie ist Dein Name?" seien lediglich die Buchstaben E und H angezeigt worden. Auf die Frage nach dem Alter sei mehrmals die Zahl 8 geschrieben worden. "Außerdem wurden während dieser Sitzung leichte EMF-Schwankungen festgestellt und auch das Licht der Taschenlampe flackerte dabei etwas." Im Eiskeller wiederum will eine Teilnehmerin an Wange, Arm und am Knöchel "berührt" worden.

Die wohl erstaunlichste Erscheinung zeigte sich jedoch erst nach der Veranstaltung bei der Auswertung eines Experiments mit einem sogenannten Trigger-Objekt. Bei derartigen Experimenten wird ein Objekt, bevorzugt ein persönliches Schmuckstück, auf einer Unterlage platziert und dessen Ausgangsposition umrandend markiert.

Immer wieder soll es bei solchen Experimenten schon zu unerklärlichen Bewegungen von Trigger-Objekten gekommen sein, ohne dass für diese Bewegung eine physische Kraft ausgemacht werden konnte. "Zu einer solchen Bewegung kam es dann auch während unserer Halloween-Spuknacht". Ein Ereignis, das sogar gefilmt werden konnte.

Die Bewegung des Trigger-Objekts (ab 00:30)

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Copyright: spuknacht.de

"Hinzu erlebte Gruppe 1 mehrere Dinge an verschiedenen Orten des Schlosses. So wurde im Verlies das Rütteln einer Tür gehört. Die Gruppe war zu diesem Zeitpunkt auf die oberen und unteren Räume verteilt. Das Geräusch, das von allen Teilnehmern deutlich wahrgenommen wurde, konnte jedoch nicht genau lokalisiert werden, wurde jedoch auch auf Tonband aufgenommen.

Das Ouija-Brett auf dem Speicher brachte in dieser Gruppe ebenfalls einige Ergebnisse: Auf die Frage 'Wie ist Dein Name?' wurden die Buchstaben SG UV und dann noch DF geschrieben. Auf die Frage 'Wie alt bist Du?' wurde mit '6 VT' geantwortet. Die Frage 'Sind noch andere bei Dir?' wurde mit 'Ja' beantwortet. Die Frage 'Wie viele?' erbrachte die Antwort 4. 'Wie viele von Euch sind Frauen?' wurde mit '2' beantwortet. Die jüngste Frau wurde darum gebeten, ihren Namen zu schreiben, woraufhin auf dem Brett 'Pet(s)ra' angezeigt wurde. Auch die älteste Frau wurde zu ihren Namen befragt, mit de Ergebnis 'Ute Egv'. Die Frage nach dem jüngsten Mann ergab 'Ted Ipzl – q'. Während der Sitzung zeigte der Trifeldmeter während der Bewegung der Quija-Planchette, einen deutlichen Ausschlag. Ähnliche Messwerte konnten wir bereits bei einer unserer letzten Untersuchungen feststellen. Auch hier begann die Taschenlampe gleichzeitig zu flackern, jedoch nur so lange sich auch die Planchette bewegte."

Erneut war auch der Eiskeller eines der Epizentren der ungewöhnlichen Aktivitäten: zwar habe das "schreibende Tischchen" kein eindeutiges Ergebnis erbracht, "allerdings stiegen direkt nach der Sitzung die EMF-Messwerte deutlich an, obwohl bislang noch niemals zuvor irgendein Ausschlag der Geräte im Eiskeller verzeichnet werden konnte, da dort kein Strom fließt. Besonders stark waren die Werte vor dem kleinen Zimmer, in dem einst die beiden Damen ihre unheimliche Begegnung hatten. Die Messwerte blieben ca. 20 Minuten konstant hoch, fielen dann wieder langsam ab."

Auf dem Speicher konnte dieselbe Gruppe direkt vor dem Eingang zur Kirche plötzlich einen starken Ausschlag auf dem Trifeldmeter beobachten, danach waren wieder alle Werte normal. "Dazu ist zu sagen, dass im Bereich der Kirche ebenfalls noch nie starke Ausschläge gemessen werden konnten", kommentieren die Organisatoren die ungewöhnlichen Ergebnisse.

"Bei der Auswertung des Videomaterials mussten wir leider feststellen, dass die kleine Kamera im Speicher während der Untersuchung ausgefallen ist, obwohl sie jetzt wieder tadellos funktioniert. Bislang ist bei jeder einzelnen Untersuchung in Fürsteneck eine der Videokameras kurzzeitig ausgefallen - immer eine andere und immer an einem anderen Ort (Eiskeller, Verlies und Speicher). Alle Kameras funktionierten danach wieder einwandfrei. Auch das ist ein Phänomen, das wir uns bislang nicht erklären können."

Zur Sichtung der legendären "Weißen Frau" von Schloss Fürsteneck sei es bei den bisherigen "Spuknächten" zwar noch nicht gekommen, doch schon jetzt freue man sich auf die neue Saison, wenn schon im Februar die erste "Spuknacht" für 2010 beginnt.

Die "Spuknächte" werden von "Central European Paranormal Investigations" (CEPI) organisiert. Zu ihren Aktivitäten erläutert die Gruppe: "Das Team von CEPI hat es sich zum Ziel gesetzt, paranormale Phänomene aufzuklären. Wir suchen nicht nach Geisterbeweisen, sondern nach Gegenbeweisen. (...) Die 'Spuknacht'-Veranstaltungen bilden hier allerdings eine Ausnahme, da es sich um eine Unterhaltungsveranstaltung handelt. Es wird nichts gefälscht oder inszeniert, allerdings möchten wir es jedem selbst überlassen, sich ein Urteil über die Vorfälle zu bilden. Wir bieten allerdings in unserer Einführung auch alternative Erklärungsmodelle an, wie z.B. Einfluss starker elektromagnetischer Felder, Infraschall etc. Auch die Séancen mit dem Ouija-Brett und dem schreibenden Tischchen sind nicht so ernst zu nehmen. Auch hier sagen wir vorab, dass es sich um unbewusste Muskelkontraktionen handeln kann.

Uns erscheint es aber wichtig, dass man die Dinge während der Veranstaltung nicht zu sehr analysiert, denn das würde den meisten Gästen sicher den Spaß nehmen. Zudem können wir ja spontan auch nicht immer beweisen, dass es sich nicht um Geister handelt... Wer kann schon sagen, was die Dame, die behauptete, es sei Etwas durch sie hindurchgegangen, dies nicht wirklich erlebt hat? Es scheint sie jedenfalls zutiefst beeindruckt zu haben."

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Event: Spuknächte im Geisterschloss

11. Juli 2009

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / spuknacht.de
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