
Archiv: Stephen Hawking während eines Vortrages bei der NASA 2008. | Copyright: NASA
Cambridge (England) - Er gilt als einer, wenn nicht gar der genialste lebende Wissenschaftler, hat sich zugleich aber auch einen Ruf damit gemacht, dass er in regelmäßigen Abständen vor potentiellen Gefahren aktueller wissenschaftlich-technischer Entwicklungen warnt - etwa vor Kontaktversuchen mit Außerirdischen oder dem Streben nach der Entwicklung künstlicher Intelligenz, in denen Hawking eine potentielle Bedrohung unserer Zivilisation sieht. Jetzt befürchtet das Genie nicht nur den Untergang der Menschheit, sondern die Auslöschung des gesamten Universums und das durch keinen geringeren subatomaren Partikel als das populär auch als "Gottesteilchen" bezeichnete Higgs Boson. Zugleich gibt Hawking aber auch zu bedenken, dass die Wahrscheinlichkeit für ein solches Szenario denkbar klein ist.
Die im vergangenen Jahr von Wissenschaftlern am europäischen Kernforschungszentrum CERN vermeldete Entdeckung des Higgs Boson war eines der Ziele der Experimente mit dem weltgrößten Teilchenbeschleuniger, dem Large Hadron Collider (LHC). Das Teilchen selbst wird deshalb auch populär als "Gottesteilchen" bezeichnet, da es aller Materie überhaupt erst ihre Masse verleiht (...wir berichteten 1, 2).
In einem solchen Szenario würde eine Blase echten Vakuums entstehen und sich dann mit Lichtgeschwindigkeit im ganzen Universum ausdehnen und das vorhandene Universum damit auslöschen. "Dieser Vorgang könnte jederzeit in Gang gesetzt werden und niemand würde es kommen sehen."
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Zugleich gibt Hawking aber auch zu bedenken, dass ein entsprechend notwendiger Teilchenbeschleuniger, mit dem das notwendige Energieaufkommen von mehr als 100 Milliarden GeV erzeugt werden könnte, selbst größer als die Erde sein müsste. Aus diesem Grund sei es wohl kaum vorstellbar, dass eine solche Maschine in absehbarer Zeit gebaut, geschweige denn überhaupt erst finanziert werden könne.
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Quelle: thesundaytimes.co.uk
