Die fossilen Überreste von sechs Psittacosauriern | Quelle times.co.ukLui Tai/ China – Der Fund einer Gruppe aus gleich sechs jungen Psittacosauriern direkt nebeneinander nahe Xian in der chinesischen Provinz Liaoning erlaubt Wissenschaftlern neue Einsichten in das soziale Herdenverhalten der Tiere.
Die Überreste der sechs wegen ihres papageienartigen Schnabels „Papageienechesen“ genannten Tiere sind rund 123 Millionen Jahre alt und somit der älteste bekannte Beweis dafür, dass auch die Urechsen Kinderpflege betrieben haben. Paläontologen sehen in dem Fund auch Hinweise auf die Frage, ob sich physiologische Verteidigungsmerkmale – wie etwa die gewaltigen Krausen und Hörner des vor rund 65 Millionen Jahren Triceratops – erst aufgrund des sozialen Verhaltens der Tiere entwickelt hatten, oder ob sich das soziale Verhalten diesen Merkmalen angepasst hat.
Psittacosaurier (hier mit Jungtieren) gelten als Vorfahren des Triceratops | Copyright: Pavel.Riha.CB - GNU FDL / unebk. Psittacosaurier gelten als Vorfahren der Triceratops, jedoch noch ohne die gewaltigen Hörner. Somit zeigt der Fund, dass sich das soziale verhalten der Tiere vor den mächtigen Verteidigungs- und Erkennungsmerkmalen gebildet hatte.
Ob die jungen Dinos jedoch Teil einer noch größeren Gruppe von Jungtieren waren, oder ob sie zum Schutz vor Angreifern zusammen getrieben wurden, ist heute nicht mehr zu sagen. Die Art und Weise wie die Tiere jedoch zusammengefunden wurden, deutet auf ein Aufzuchtverhalten ähnlich wie man es heute noch bei Federvieh wie Enten und Hühnern beobachten kann.
Quelle: bbc.co.uk / times.co.uk / grenzwissenschaft-aktuell.de
Bücher zum Thema:
- - -
- - -
