Dienstag, 9. Oktober 2007

Neue Langzeitstudie: Mobiltelefonie erhöht doch das Krebsrisiko

Krebsrisiko durch Mobiltelefone | Copyright: AM

Schweden – Wissenschaftler der Universitäten von Orebro und Umea haben in einer Langzeitstudie nun doch nachgewiesen, dass besonders bei Vieltelefonierern nach mehr als 10 Jahren Mobilfunk das Risiko von Hirnkrebs signifikant ansteigt.

Laut dem englischen „The Independent“ handelt es sich bei der jetzt im Fachmagazin „Occupational Environmental Medicine“ veröffentlichten Studie unter Professor Lennart Hardell vom Universitätshospital in Orebro und Professor Kjell Hansson Mild von der Universität von Umea um die bislang umfangreichste Studie zum Thema. Das Ergebnis widerspricht den immer wieder geäußerten Behauptungen von Industrie und vorherigen Studien, dass von Mobiltelefongeräten kein erhöhtes Krebsrisiko ausgehe. Dabei verglichen die Forscher die eigenen Arbeiten auch mit den Ergebnissen von 11 weiteren Studien

Ein Grund für die in diesem Sinne positiven Ergebnisse voriger Studien war die Tatsache, dass bislang nur wenige Informationen über die Langzeitauswirkungen von Mobiltelefonie bekannt war. Jetzt fanden die schwedischen Wissenschaftler ein um das doppelte gesteigertes Risiko auf Entwicklung von Bösartigen Tumoren in genau jener Hirnseite, an der telefoniert wurde, bei Personen, die seit mehr als 10 Jahren mehr als eine Stunde am Tag mobil telefoniert hatten.

Bücher zum Thema:

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Die Forscher warnen nun eindeutig vor dem gesteigerten Gebrauch von Mobiltelefonen und erklären sogar, dass besonders Kinder gefährdet seien und diese am besten gar nicht mobil telefonieren sollten.

Besonders von der Verharmlosung der Risiken durch Mobilfunktelefonie von offizieller und wissenschaftlicher Seite sowie in den Medien zeigen sich die schwedischen Wissenschaftler irritiert und fordern sogar eine Überarbeitung und Verschärfung der diesbezüglichen gesundheitlichen Standarts und gesetzlichen Strahlungsgrenzwerte.

Quellen: oem.bmj.com /
independent.co.uk / grenzwissenschaft-aktuell.de
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
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