Zwei weitere Marslöcher in der Tharsis Region | Copyright: NASA/JPL/University of ArizonaArizona/ USA – Ende Mai 2007 fotografierte die HiRISE-Kamera des Mars Reconnaissance Orbiter ein fast kreisrundes und tiefschwarzes Loch auf dem Mars und sorgte für Spekulationen über seinen Ursprung. Weitere Löcher geben nun erneut Aufschlüsse über die Natur dieser Löcher.
Das erste Foto des Mars-Lochs im Mai 2007 | Copyright: NASA/JPL/University of ArizonaAufgrund eines ungeeigneten Sonnenstandes, erweckte das erste Foto des großen Loches nordöstlich des Marsberges Arsia Mons vermuteten NASA-Wissenschaftler, es könne sich um eine eingestürzte Höhle mit exakt vertikalen Einbruchswänden oder einem weiten Überhang handeln. Was sich jedoch im Innern des Loches befand, stellte auch die Astronomen vor ein Rätsel (wir berichteten).
www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<
Ein tieferer Sonnenstand erlaubt neue Einblicke in das mysteriöse Mars-Loch | Copyright: NASA/JPL/University of ArizonaDann, am 8. August, konnte das Mysteriöse Loch erneut – und bei einem günstigeren, tieferen Sonnenstand – fotografiert werden (wir berichteten), wodurch Teile die Wände darunter sichtbar wurden. Anhand der Aufnahmen war nun zu erkennen, dass es doch sich um eine vertikale Lavaröhre handelt. Ähnliche Löcher finden sich auch auf irdischen Vulkanen, etwa auf Hawaii.
Auch auf weiteren Aufnahmen, stießen die NASA-Forscher auf weitere Löcher, die dann erneut die Theorie der Lavaröhren bestätigte. In diesen Löchern und Höhlen, so hoffen einige Wissenschaftler, könnte sich bestenfalls sogar bis heute mikrobiologische Lebensformen überlebt haben könnten und NASA-Visionäre sehen in den Höhlen mögliche Grundlagen für zukünftige Mars-Basen.
Spekulativere Theorien vermuteten in den Löchern derweil sogar, in den Höhlen könnten sich getarnte Alien-Basen befinden.
Zwei bereits am 11. April 2007 aufgenommene Löcher in der Tharsis-Region (s. obiges Titelfoto) geben nun noch deutlichere Einblicke in ihre geologische grubenartige Struktur.
Detailansicht des größeren der beiden Löcher | Copyright: NASA/JPL/University of ArizonaOffenbar sind sie nicht ganz so tief wie das am 7. Mai 2007 fotografierte Loch und weisen deutlich schräg abfallende Ränder auf. Geröll und große Bruchstücke sprechen dafür, dass sie durch einen Deckeneinsturz entstanden sind. Auch hier finden sich ähnliche Strukturen auch auf der Erde. Fälschlicherweise wurden von einigen Autoren Nahaufnahmen des größeren der beiden Löcher mit den Aufnahmen des nahezu kreisrunden Loches verwechselt. Die Unterschiede werden im Bildarchiv der HiRISE-Kamera jedoch mehr als deutlich (Erste Aufnahme d. kreisrundes Loches vom 7. Mai bei hohem Sonnenstand / Zweite Aufnahme des Loches bei niedrigem Sonnenstand und jetzt sichtbarer Ostwand vom 9. August / Aufnahme der beiden Löcher vom 11. April 2007).
Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov / hirise.lpl.arizona.edu
